Neu: welcome to the zAPP-Store

31. August 2010

zAPP

Das wurde auch Zeit: Die Zufallsproduktionen haben eine Reihe von Applikationen entwickelt, die Zufalls-Applikationen, der Einfachheit halber zAPPs genannt. Das Problem ist bekannt: Man steht an der Bar und streichelt das iPhone, aber es kommen immer nur Apps, die jeder hat. Die trashigen 79 Cent-Apps. Sie wuchern heftig und verstopfen das Telefon, aber der soziale Nährwert ist begrenzt.
Ja, damit lässt sich nicht viel Staat machen. Von wegen social currency.

Deshalb: greifen Sie zum zAPP. Für nur € 99.- kriegen Sie nach dem Zufallsprinzip irgend ein zApp, das noch keiner hat. Zum Beispiel den…

Spidersnyper

… den Spider Snyper. Wer etwas gegen Spinnen hat, braucht den Spider Snyper. Denn Spinnen lauern überall. Der Spider Snyper, einmal aktiviert, stößt ein hohes, sirrendes Geräusch aus, das jede Spinne in die Flucht schlägt. Natürlich für menschliche Ohren nicht hörbar. Wirkt aber ehrlich und effenktiv. Von schwarzer Witwe bis Tarantel.

Und wenn Sie noch mehr Glück haben, bekommen Sie für Ihre € 99.- noch etwas Besseres:

Tittanic

voila! Titt-Anic. Die Kampf-Busen-Sammlung der Zufallsproduktion. Polarisierend und pubertär in einem. Damit können Sie sich sogar am Wiener Gürtel sehen lassen.

Jetzt bestellen!

Die Lage muss sich ändern.

17. August 2010

Zum Thema erreichte mich grad ein entsprechender Kommentar aus Saarbrücken, von der liebe Diplom-Designerin Charlotte Basters, und der muss natürlich sofort veröffentlicht werden.

Hundeleben

Design Austria Business Dialog…

5. June 2010

war – trotz des wirklich sperrigen Namens – eine gelungene Veranstaltung. C. Alessandri & ich haben die Intercell Case Study vorgetragen und wurden doch glatt im Wirtschaftsblatt erwähnt.

Besonders erwähnenswert hier: Rudolf Greger als Initiator der Veranstaltung und Katharina Beran als Organisations-Genie.

Bild 1

Der ADC Congress in Frankfurt

31. May 2010

war übrigens sehr gut gemacht, ein herzliches Kompliment an die Veranstalter. Leider tut noch sehr viel Aufklärungsarbeit not, weil die Leute nicht alle kapiert haben, was die Nägel im Kopf sollen.
Ganz sehr gut: Hermann Vaskes stringenter Doku-Film “Digital Bomb”. Kaum je die Veränderungen der letzten Jahre so konzentriert serviert bekommen. Läuft jetzt irgendwann auf Arte, anschauen.

Fast wie beim MTV Music-Award…

16. March 2010

Wie gesagt, wir haben einen Preis gewonnen, den Ramses-Award für kreative Radio-Werbung und es war eine ganz tolle Party, in Hamburg, in den Deichtorhallen. Wie man an dem glamourösen Foto ersehen kann (links der begabte Texter Raoul Haslauer). Der erste Award übrigens, den ich als Lehrerin bekommen habe. Wenn das nicht ein Fingerzeig ist….

cosimaramses

Die 1. Saarbrücker Comicologie erscheint…

27. January 2010

Comicologie3

… pünktlich zum Hochschulrundgang an der HBKSaar. Am Freitag, den 29.1.10. (1. Stock rechts). Ich bin sooo stolz auf die lieben Studenten, die so unglaublich gut und unterschiedlich ihre Comics entwickelt haben, auf Muriel & Saphrina, die so toll gelayoutet und gestaltet haben, und das alles für NUR 3 EURO!!!
Ich werd Saarbrücken so vermissen.

Wir haben gewonnen!

27. January 2010

Jedenfalls mein Team vom letztjährigen Ramses Radio-Workshop.
Der dort entstandene Radio-Spot “Freundlicher Verkäufer” ist für den Ramses Award “best audio talents” nominiert und wird am 18. Februar, so Gott will, in Hamburg mit einer Medaille honoriert.

Zum Mithören:

Reif – Freundli…Mitarbeiter

Also Glückwunsch an das Team: Ralf Gahleitner, Raoul Haslauer, Matthias Goeggel, Sophie Czerny, Anna Beimel, Chefin Doris Ragetté und Bauhausler Günther Koglgruber

Stefan “Rakete” Roehrle…

20. January 2010

…. ich danke Dir für das wunderbare Foto von mir.
Und ich hoffe, dass bald viele Anfragen nach blitzschnellen und feinen Portraitfotos bei Dir eintrudeln. Z.B. vom Suhrkamp Verlag…..

IMG_1624

Visiter Paris….

19. January 2010

Kürzlich hab ich doch den wunderbaren ICE von Saarbrücken nach Paris ausprobiert. Keine 2 Stunden, leider das Gegenteil von günstig. Aber in Paris kann man wunderbar sparen. Zum Beispiel, weil die liebe Michaela das Abendessen ausgibt. Hier links.
IMG_3254
Und die liebe Belle-Soeur (hier rechts) ein sowohl kostenloses wie komfortables Gästebett bereitstellt.
Das Sparen ging noch weiter: Beim Ausverkauf von Marc Jacobs hab nicht ich zugeschlagen, sondern der Türsteher, und zwar die Ladentür, weil es 19.00 Uhr war. Sehr günstig.
Beim vielgerühmten neuen Szene-Kaufhaus MERCI hätte es dann günstige Buchstaben gegeben….

IMG_3249

…. aber ich hab dann an den vollen Koffer gedacht und hab mir lieber im “USED BOOK CAFE” einen sehr schönen Earl Grey gegönnt, ein halber Liter für €5.-, also nichts gegen Wiener Preise.

Im Palais de Tokio wollte ich noch Kunstbücher kaufen, aber die sind ja immer so schwer, schlecht für jemanden, der in Paris ganz viel spazieren gehen will.
IMG_3242

2010

3. January 2010

Schönes neues Jahr alle miteinander.

The King David Hotel…

16. November 2009

…. befindet sich in Jerusalem und ist eins der Leading Hotels of the World, weshalb ich meine Geburtstagsparty dort beging. Es wurde berühmt wegen des durch Milchkannen gesprengten Westflügels, deshalb hat es uns auch nicht gewundert, dass der Terminator dort auf der Terrasse saß, im Gespräch mit hiesigen Medien-Mogulen.
Arnold

die letzten 3 tage der Menschheit….

15. November 2009

waren abwechslungsreich.#
1. flog ich nach tel aviv. Hier Flughafen Ben Gurion.
Bild 4
Tel Aviv hat Geburtstag und ich auch. Zufällig. Tel Aviv wird heuer 100, ich noch nicht ganz.
In Tel Aviv traf ich mich mit Freunden, mit Jürgen, Jürgen und Gert.
Bild 8
Damit ich in der schweren Stunde meines Geburtstags nicht alleine bin.
(Der liegende Mann ist nicht Gert, der ist nicht auf dem Bild, weil er all die schönen Fotos gemacht hat. )

In Tel Aviv fanden wir schnell heraus, was SOS heißt: Short of Shekel.

Eines der schwarzen Locher, welches unsere Shekels aufsog, befindet sich in einem Fischrestaurant am Ditzegoff Boulevard. Ecke Ben Gurion.
Bild 6

Da das Fischrestaurant außerdem auch noch Cocktails und Creme brulees verkaufte, erwachten wir am nächsten Morgen mit großem Hunger nach Sport. Hier Jürgen M. und ich im Ausfallschritt.

Bild 10

Der Ausfallschritt macht hungrig und wir trafen uns gleich darauf wieder in einem Fischrestaurant in Jaffa.
Bild 11

Da gab es auch koscheren Wodka ( Ketel 1), weshalb ich bereits am 2. Urlaubstag völlig erholt aussehe. Jedenfalls entspannt.

Leider dämmert es sehr schnell (schon nach dem 4. Wodka) .
Bild 12

Es dämmert wegen den Orthodoxen, damit die Surfer ihre Bretter und ihre Luxuskörper aus dem Focus rücken. Hier bereits um 10 vor 5.

So blieb uns nichts anderes übrig, als den Schauplatz zu wechseln, auf die Allenby road….
Bild 7

…. die uns wieder zu unserem Fischrestaurant auf Ditzengoff führte.

Bild 13

Wo wir Zohar Kaniel trafen, einen der wunderbarsten Fotografen Tel Avivs, hier links neben Gert, und wo unser Abend ausklang.

Am nächsten Tag war gottlob Sabbat, ein Tag, wo man sich irgenwie gefesselt fühlt….

Bild 14

Wir verbrachten diesen Tag, wo kein Bus fährt und nur Fischrestaurants geöffnet haben, am Meer. Mit dem Ausfallschritt (nur noch einer von uns wollte ihn praktizieren)
Bild 15

Am dritten Tag war der Sabbat vorbei und die Israelis fuhren wieder zur Arbeit.
Bild 16

Vom Zentralen Busbahnhof Tel Aviv. Wir fuhren mit ihnen, denn dieser Sonntag war ja mein eigentlicher Geburtstag, und den wollte ich (aufgrund meines biblischen Alters) an der Klagemauer feiern. Zwischen der Klagemauer und uns lagen allerdings sinnliche Verlockungen.
Bild 17

Ich wollte groß Gewürze einkaufen, aber Gert meinte, wir kommen später noch an diesem Standl vorbei. Wir sind nie wieder an diesem Standl vorbeigekommen, und alles was mir bleibt, ist dieses Foto als Erinnerung an verpasste Genüsse.

Deshalb eilten wir schnell zur Klagemauer, wo wir Bill Clinton trafen.
Bild 18

- BIll mit Kippa. Ganz links oben im Bild. Zufällig waren sehr viele Leute da, deshalb hat Gert Bill nur partiell erwischt. Hier ein tolles Bill-Bild im Profil (2. von links), aber da geht die weisse Kippa völlig mit dem Haupthaar auf.

Bild 19

Ich hab, trotz der Ablenkung durch all die tollen Bodyguards, einen Zettel in der Klagemauer versteckt, wo ich mir für die nächsten 50 Jahre mehr Sex wünsche. Zwichen all den kranken, verzweifelten und schwangeren Frauen hab ich mich natürlich sehr liederlich gefühlt, mit so einem irdischen Wunsch. Gert hat aber gemeint, er hatte seinen besten Sex ab 60, das hat mich dann beruhigt. Deshalb hier ein Foto von Gert, der total einheimisch aussieht.

Bild 20

Voila, Gert Winkler an der Klagemauer. Wofür er wohl betet? Dass Cordulinchen keinen jiengerän oder schäneren findet?

Nun ja, dann gingen wir auf die Via Dolorosa und bewunderten das Österreichische Hospitz, um auch dem Christentum Referenz zu erweisen. Dann wollten wir noch den Felsendom besichtigen, weil wir prinzipiell den Islam achten, aber da haben sie uns nicht hingelassen, weil da nur für early birds Besichtigung ist: zwischen 8 und 10 AM. Das ist ziemlich schwierig für Tel Aviver wie uns.
Aber der Islam ist ja trotzdem anbetungswürdig, wie man an Kopftuchmädchen sieht….

Auf nach Saarbrücken.

13. January 2009

Da gibts nämlich Fortbildung im besten Sinne.
HBKWokshop.jpg

Ach ja, Prof. Maks erreicht man unter: maks@maksimovic.de

Bis dann!

Die Götterdämmerung.

15. December 2008

Di ist doch jedes mal schön, auch und sogar in Wien. Wenn der Regisseur nix taugt, wirft sich der Herr Welser-Möst in die Schlacht und gewinnt alles für sich. Also, liebe Leute, ich war am Donnerstag von Mariella eingeladen und bin Sonntag nochmals auf einen Stehplatz geschlüpft, und ich kann Euch sagen: Die Götterdämmerung ist unkaputtbar. Weil sie immer wieder nachgefragt wird. Und Story und Musik so schön.
Leider war die Inszenierung total ideenlos – ohgott, schon die Erbärmlichkeit der Nornen. Ich hab das ja in Bayreuth gesehen, wo sie ein gigantisches Spinnennetz die Bühne hochgehoben haben und die Nornen 10 Meter hoch saßen, webend. Das war ein visuellakustischer Eindruck! Hier war es ein Kunsttannnenwald, sparsam wie nie. Und so knausrig ging das Bühnenbild weiter. Lieber Bundesrechnungshof, wo ist denn da das ganze Sponsorengeld geblieben? Ich dachte, der Herr Schlaff hat ohnehin alles bezahlt, haben Sie das direkt an den Herrn Bechtolf oder den Herrn Welser Möst überwiesen?
Wollen Sie den Steuerzahler gänzlich ohne Illusionen zugrunde gehen lassen?

Wenn der Postmann keinmal klingelt.

12. December 2008

Liebe Post – mit Staunen höre ich, dass Du streiken willst. Ich find das sehr komisch – ich dachte, das tust Du bereits die ganze Zeit. Vom Bummelstreik (ein Brief innerhalb Wiens 4 Tage, Brief von Berlin nach Wien 7 Tage) bis zum Klingelstreik (ich sitz ganzen vormittag zuhause, warte auf das Care-Packerl aus dem Westen und finde dann mittags einen gelben Zettel im Postkastl, dass man mich leider nicht erreicht habe. Und das jede Woche).
Also, ich nenne das Poststreik, und bin einigermaßen erstaunt, was Du jetzt noch vorhast. Wozu die Streikdrohung? Willst Du den Hyper-Streik erfinden? Natürlich hast Du sicher viel Energie drauf verwendet, Dir Steigerungsmöglichkeiten auszudenken. Briefe öffentlich verbrennen. Oder Briefe willkürlich in anderer Leute Postkastl werfen. Oder noch mehr Postler raussschmeißen und Analphabeten zum Minilohn beschäftigen. Ist sicher noch vieles möglich. Nur zu. Aber sachlich richtig solltest Du nicht mit Streik drohen, sondern mit Streik-Verschärfung.

Hitzige Diskussion

12. November 2008

Am Dienstag, 18.11. um 19 Uhr im DesignForum, Museumsquartier, 1060 Wien, zum Thema “Was darf Werbung-und was nicht?” Mit Kapazitäten aus der Werbung und Cosima Reif als Quoten-Enfant-Terrible.
Herzliche Einladung!

Damit wir nächstes Jahr etwas zu trinken haben….

7. November 2008

waren wir im Oktober Weinlesen. Erst bei Dorli Muhr Rotwein, in Prellenkirchen, und dann bei Jutta Ambrositsch Weißwein in Wien. Wir wollen ja nicht, dass die Wirtschaftskrise in eine Gastwirtschaftskrise ausartet, deshalb haben alle zusammengeholfen. Ein bißchen bin ich schon meinen Prinzipien untreu geworden, weil weder Dorli noch Jutta haben den Doppler im Programm. Nach jeder abgeschnittenen Traube hab ich zu einem Vortrag angesetzt, “wie schön es doch wäre, wenn diese herrliche Traube in einem Doppler enden würde”, aber jedesmal haben die qualitätsbesessenen Weingartenherrinnen geschaut wie das Öchsle vom Berg. Lustig haben wirs aber doch gehabt, wie das Photo zeigt, with courtesy from Lalo Jodlbauer, so heißt die Fotografin.

_MM17314bkl2.jpg

—-(wenn man aufs Bild klickt, wirds größer)

Nochmal Venedig.

18. September 2008

Georg Wagenhuber hat nicht nur das schöne RegenschirmFoto vom letzten Blogeintrag gemacht, sondern auch Strandfotos. Muß auch mal gezeigt werden. Ist nämlich nicht immer alles grau.

cosima&thomas.jpg

Die Architektur-Biennale.

17. September 2008

war letztes Wochenende.
Hier der Beweis:
Rialto.JPG
Da die Freunde des Zufalls ungern vorher Hotelzimmer reservieren, und die Biennale ziemlich voll war, also Venedig war jedenfalls voller Wiener, gab es nur noch ein freies Zimmer. Im Hotel Rialto. Es ist wegen des Ausblicks sehr zu empfehlen.

In Venedig gabs aufgrund von Dauerregen Schirme für günstige 5 Euro. Hier der Beweis.

schirm.JPG
Foto: Georg Wagenhuber.

Der Schirm dürfte Zaha Hadid zu einem neuen Feuerwehrhaus inspirieren, auf das die Welt wirklich gewartet hat. So wie auf den deutschen Pavillon.

IMG_dt.pavilon.JPG

Hier die Quintessenz des deutschen Pavillons. Thema; Auf zu einer neuen Finanzarchitektur.
Ganz anders beim Megalomanischen Nachbarn.
franpavil.JPG

Hier sah die Zukunft der Architektur etwas dunkler aus.
Nach dem Regen und der Traufe haben wir dann im Fischrestaurant gefeiert.

Jury.JPG
Hier die internationale Jury (I) (A) (D)

Foster.JPG
Frau Zaha Hadid, Sir Norman Foster, Frank Gehry und Herzog (ohne de Meuron)

hadid.JPG
Sir Norman hat einen Löwen bekommen, und Frau Hadid immerhin Blumen.

Hofstätter.JPG
Und hier W.Pautzenberger von PAUHOF.

Rum & Ehre.

1. September 2008

Darauf einen Erdbeer-Daiquiri: Die Klinkencomic-Kampagne Cosima Reif & Schindler Parent hat dieses Jahr den RED DOT Award für Kommunikation bekommen.
Und ist außerdem Nominee beim Joseph Binder Award für Design.
Nachzulesen auf www.fsb.de

Doppler & Lohn.

26. June 2008

Ohne dass dieser Blog in die Niederungen der Gastronomiekritik abrutscht: Es muß einmal das schöne Restaurant Skopek & Lohn in Wien Leopoldstadt gelobt werden. Nicht nur, weil sie gut kochen, sondern weil es einen exzellenten Hauswein aus der DOPPLER-Flasche gibt.

Seit Jahren predige ich in der Weinwüste: “Rettet den Doppler!” Und was machen die Leute? Abstoßende Marketing-Magnums. Ganz alleine steh ich da, mit meinem letzten Doppler, für den ich meilenweit fahren muß, weil die Billa hat sowas gar nicht mehr. Als ich ‘93 nach Österreich kam, war die Billa voll von Dopplern. Eine Leiter mußte man holen, wollte man eine der vereinzelten und völlig verstaubten Bouteillen aus dem Regal für Schwerverkäufliches holen. Und heute?
Na, gottlob hält wenigstens S & L die Fahne oben.

Übrigens: Wie die Doppler die Welt verschönern / nicht nur Doppler, auch ein paar Wodka Tonics waren dabei, sieht man auf

http://kuehlerkopf.blogspot.com

EM auf Okto.tv

24. June 2008

Der wunderbare Wiener TV-Sender Okto hat uns wieder mit einer Werbekampagne beauftragt – die Design-Agentur DV5 und mich. Weil einem Fußball ja schon zu den Ohren raushängt, buchstäblich, gab es auf okto.tv eine Wuzzl-EM, und wir warben dafür auf Plakaten, online, in Anzeigen und auf Infoscreen.

Wie hier zum Beispiel.

Infoscreen h264 Spot.mov

(Klick-Link)

By the way: wissen eigentlich alle, dass das Internet-Kürzel .tv von den Tulava-Inseln stammt? Neben Fischfang und Yams-Zucht betreiben die Tulavanesen eine Aktiengesellschaft, die die Domains .tv vertreibt. Das Geld, dass sie dabei einnehmen, sparen sie für die Auswanderung. Das Schmelzen der Polkappen wird in 60 Jahren Tulava zum Schnorchelparadies machen, weil die Insel nur etwa 6 m über Null iegt.
und by the way, zwei: Für das Schmelzen der Polkappen sind nicht wir verantwortlich, sondern die doofe Sonne, die immer mehr aufrüstet. Vor 2500 Jahren war Palermo so kalt wie Oslo.

Bettwurst.com

18. June 2008

Endlich einmal wieder etwas Erfreuliches: Das Diplom von Eva Oberdorfer und Julia Brandstätter. Heute an der Universität für angewandte Kunst. Das war das Produkt.

BWviele.jpg

Und Gästebettwürste gabs auch, von 34 Menschen freiwillig geliefert. Z.B. die….Senseless.jpg

Danke Mädels, das war sehr vergnüglich. Wer mehr Bettwürste oder Julia als Bettwurst auf dem Frauenlauf sehen will, ist willkommen auf www.bettwurst.com

Ja, ohne Leid bildet sich kein Charakter und ohne Vergnügen bildet sich kein Geist, wie der Dichter sagt. Das geht besonders in Richtung eines leidgeprüften Professors, dessen Charakter es bedauerlicherweise nicht zuließ, ein so vergnügliches Diplom mit einer Eins zu belohnen.
Es wurde bemängelt suboptimale Typo, wackelige Filme und dergl. Technokratisches mehr. Die Erbsenzählerei führte zu einer Zwei.
Vielleicht hatte er auch was dagegen, dass die Studenten selber genäht habt. Das sollten ja eigentlich chinesische Kinder machen, dafür sind sie ja schließlich da. Und nicht die Leute, die 4 Jahre lang Steuergelder verschlungen haben, damit die Verantwortlichen mit den Creative Industries herumprotzen. Trotzdem: Weil ich es gut find, dass sich ein gewisses handwerkliches Know How auch im Inland hält und weil wir seit Claude Lévi-Strauss den Bricolateur über alles schätzen, den Dillettanten sowieso, verleihe ich Euch hiermit meine persönliche Auszeichnung. gnackwurst2.jpg

Auch der Wiener KURIER hat die Bettwurst mit einer Notiz gewürdigt, siehe Ausschnitt. Wer sich die Ausstellung anschauen will, sei gewarnt: Nicht mit der NICHTNETT-WURST kuscheln, da ist eine Stecknadel drin versteckt.

Zille fahren

30. April 2008

Der April war nicht ganz schlecht. Zum Beispiel letzten Sonntag. Da waren wir Zille fahren in Maria Ellend.
Zilli.jpg
Mit Karin K., der Zillen-Besitzerin (links) und Stefan.

Die Zille ist ganz flach. Das ist gut so, weil die Au-Gewässer ja auch ganz flach sind.

IMG_0128.JPG

Das war eine Pflanze am Rande der Au. Wir sehen: Es ist Frühling. Genießen wir es. Mit einer Zille-Fahrt.
zilli3.jpg

Hier fahren teppan und tabitha Zille. Tabitha ist aus Görlitz und plastische Chirurgin. Sie macht in Wien einen Lappenkurs. Was das ist, kann sich jeder selber ausmalen.
zili4.jpg

Während Teppan und Tabitha am Heck paddeln, sitzt Kundry-Bär am Bug.

zilli5.jpg

Verhältnismäßig gab’s viel Wasser. Man konnte in das 2. und das 3. Loch fahren. Im 4. war leider ein Baumstamm quer gelegen, da ging gar nix. Ein verantwortungsloser Biber, vermutlich. Deshalb zum Abschluß kein Biber, sondern ein feiner Reiher.

zilli6.jpg

Wer vermisst eine schwarze Tasche?

7. April 2008

Ja, es war eine Menge los in der Schleifmühlgasse in Woche 14, wir lagen teilweise vor Lachen auf dem Boden, teilweise auch vor Wein. 3 Parties in einer Woche! Das soll uns erst mal einer nachmachen! Topos der Woche war Triple Z (Zunge, Zenita und eine Hommage an Zwangsleitner) und 2 von den dreien waren tatsächlich anwesend.

Noch jemand muß anwesend gewesen sein, den ich nicht kenne und der eine große Schwarze Damenhandtasche vergessen hat, ein Botega Veneta – Nachbau von H&M. Einziger Inhalt: Ein Babywindel, schätzungsweise für ein viertel Jahr altes Baby. Isabella streitet ab, dass es ihre Tasche ist, und ich glaub ihr, weil die Windel ist blau und sowas würde Fanny-Schatz nie anziehen.

Da ich auf diesem Wege schon mal einen Dolce & Gabbana-Schal angebracht habe, versuche ich es wieder: Wer vermisst eine große, schwarze, geflochtene…. bitte melden!

Tristan-Junkies.

7. April 2008

Die wunderbare Woche 14 enthielt nicht nur 3 Parties, sondern auch 2 Opern. 2 Opern innerhalb von 6 Tagen, und keine unter 5 Stunden. Ich verdanke GZ (wie Gute Zeiten) den Slogan “Tristan-Junkies” und verwende ihn hiermit mit Freuden. Denn, liebe Freunde, ist es nicht eine Wonne, in einer Stadt zu wohnen, in der 1000 Menschen nachmittags um 5 in die Oper strömen, um Geldderwerb Gelderwerb sein zu lassen und sich dem Vergnügen hemmungslosen Selbstmitleids hingeben? Untermalt von hemmungslos schöner Musik? Letzteres mit Vorbehalt, denn eine Wagner-Oper ist ja wie eine wirkliche Liebesgeschichte in Echtzeit, lange muß man warten auf die wirklich guten Momente, quälende Zweifel ziehen sich in die Länge, kaum zu ertragende Spannung wird aufgebaut, mit kleinen Ahnungen der Süße, die irgendwann kommen wird, aber bevor sie kommt, schlupft sie ach so oft wieder weg, in den Orchestergraben zurück. Kurzum: Man wartet endlos auf die 6 Takte, auf DIE SECHS TAKTE, die einen dann wieder daran erinnern, dass man sie auch kennt, die tiefen Gefühle, unerwiderbar, die da über uns allen schweben, out there, somewhere. Manchmal genügen ein paar Küsse, um sie wieder herzuholen, manchmal muß es eben Tristan und Isolde sein, und dann ist man froh, dass man nicht alleine da sitzt, sondern mit 1000 anderen Tristan-Junkies inmitten der erlösenden Wolke. Noch einmal eine Viertelstunde Tristan, bitte. Gibt nichts besseres. außer vielleicht der Parsifal.
Da bin ich natürlich nicht nur aus inneren, sondern auch aus Status-Gründen gegangen, weil ich der einzige Parsifal-Junkie bin, der noch nie den Herrn Thielemann live gehört hat. Aber der Herr Moser, der den Parsifal gesungen hat, hat dem leidenschaftlichen Dirigenten die Suppe gründlich versalzen. Das Stimmchen blieb schwach, die Wolke kam nur halb, um uns zu entführen und der Herr Thielemann hat auch verkünden lassen, dass er wie wieder im Herrn Hollaender seinem Wirkungsbereich spielen will.
Dennoch: Tristan und Parsifal in einer Woche – echt gute Kombi. Tristan ist natürlich erlösender. Aber Parsifal kann man dann dauernd vor sich hinsummen….

Life 1.0

16. March 2008

Freunde, hoffentlich habt ihr nicht zu oft vergelblich auf einen schönen neuen Blog gewartet, seit Berlin hat das Real Life leider das virtuelle sehr verdrängt. Ja, Life 1.0 ist immer noch mächtiger als web 2.0. Vieel mächtiger: erstens mußte ich mich viel ärgern, zweitens ganz viel arbeiten, um die teuren Business-Class-Flüge von Berlin wieder rauszuholen.
Und drittens: Ein gesellschaftliches Ereignis der Extraklasse jagte das andere. Womit aber nicht gesagt sein soll, dass ich nicht auch auf letztklassige Veranstaltungen gehe. Reichlich. Aber letztere gabs derzeit nicht, es ist ja Fastenzeit.

Beginnen wir mit gestern: CCA Gala. Der Lieblings-Agenturchef hat mir eine Karte spendiert und ich hab mich amüsiert. Obwohl – natürlich gabs das “übliche Gesudere”, schlechte Räumlichkeiten, schlechte (weil Plastik) Weinkorken, mangelnde Präsenz von rosafarbenen, hellblauen und lindgrünen Abendroben. Mit dem “üblichen Gesudere” hat Gusenbauer erstmalig den Anspruch erwirkt, in Geschichtsbüchern vorzukommen. Sonst ist der gute Mann ja nicht grad der Meister der verbalen Erleuchtung, aber dies treffliche Bonmot, würdig eines Montaigne, zitiert man ja gerne.

Auf der CCA Gala ist übrigens der unvergleichliche Walter Lürzer zum Ehrenmitglied 2008 ernannt worden. Hier in einer schönen Web 2.0 Variante, nämlich als Klon, von und mit Julia Brandstätter

WLneu1.JPG

Life 1.0.1

16. March 2008

Die CCA-Gala war nur das Letzte in einer Reihe von Gelagen, die ich Ihnen nicht vorenthalten möchte. Zum Beispiel ein Essen unter Kunstfreunden.
MMdaheim.JPG

Ist es nicht wie aus dem Bilderbuch des Kunstfreunds? Die Leute auf dem Bild sind alles bedeutende Kunsthändler bzw. Vermittler, die jeder kennt. Ganz super. Ich hab mich leider blamiert. Ich hab gefragt, ob es ein Rezept von Jamie Oliver ist, die Lammkeule mit Eierspeise zu servieren. Das ist Polenta, brummte der Gastgeber. Nun gut. Aber Lammkeule ist schon ein schönes Stichwort.

Life 1.0.2

16. March 2008

Im richtigen Leben muß gekocht werden, was das Zeug hält. Oder man muss jedenfalls so tun. Schließlich wird auch massiv virtuell gekocht, nicht auf web 2.0, aber auf allen Fernsehkanälen. Das ist das Lagerfeuer Syndrom. Früher haben die Leute ins Feuer gestarrt, dann in den Fernseher, und nach 50 Jahren fernsehen sind sie draufgekommen, dass so ein Lagerfeuer nicht perfekt ist, wenn sich nicht eine saftige Lammkeule drin dreht. Und jetzt haben wir 104 Kochsendungen pro Woche und Köche sind Superstars, oder jedenfalls das, was Friseure in den 80ern waren.
Desrues.JPG

Das ist mein Lieblingskoch. Erzähl ich ihnen gleich, wenn er zuende telefoniert hat. Der Rabl meint immer, je mehr Kochsendungen es gibt, desto weniger kochen die Leute. Das ist genauso wie bei dem medialen Sex. Je mehr Sex in den Fernsehsendungen vorgeführt wird, desto weniger Sex haben die Leute. Da ist was dran.
Manchmal trifft man ja noch alte Leute, die aus Familien mit 10 und mehr Kindern kommen. Wenn man dann erstaunt ist, bekommt man als Antwort: “Das war damals Usage. Man hatte ja noch kein Television”.

Usage ist es jedenfalls, zu Cordulas Geburtstag eine Überraschung zu bereiten und diesmal wollten Christian Desrues und ich Überraschungs-Lammkeulen bereiten.
Ist Desrues nicht ein vielversprechender Name für einen Koch? Franzose, naturelement.
Ein ordentlicher Koch hat Beiköchinnen, hier im Bild Renate Allmayer und ich.

KochCosima.JPG

Cordula hat sich doll gefreut, wie man am Lachen sieht, obwohl wir sie nicht gefragt hatten, ob wir ihre Wohnung in eine Döner-Bude verwandeln dürfen.

Cordulacht.JPG

Ja, das war etwas ganz heimliches. Schön waren vorher die konspirativen Treffen im Engländer. Und dann sind letzten Montag alle gekommen, und es war super.

Gelage1.JPG

Sie sehen: Sogar Harald war da. Obwohl er sonst immer lieber ins Yoga geht. Und angeblich soll er der letzte Gast gewesen sein. Ich hab schon früher mit dem Trinken angefangen, weil Kochen macht durstig, und hab nicht solange durchgehalten.

Hier ist die Lammkeule endlich fertig (wir mögen es blutig, aber trotzdem muss man warten, bis die Butter geschmolzen ist und der Rosmarin sich mit dem Knoblauch vermählt hat.

Christian.JPG

Sie müssen den Kopf drehen, denn es ist mir nicht gelungen, das Bild zu drehen. Ich bin aus der Life 2.0 – Übung, wegen zuviel real life.
Im Hintergrund Blanka, die ist Veganerin. Hat einiges verpasst.

Hofstätter.JPG

Lammkeulen machen glücklich, wie man an Eli und Marcia sieht.
Eliundmarcia.JPG

Champagner auch. Danke, Dorli, für die vielen schönen Fläschchen….

Lob an Berlin.

17. February 2008

jetzt ist es schon 4 Tage her, dass ich wieder zurückgekommen bin aus Berlin. Es waren ganz seltsame Tage, so konzentrationsmässig. Auch andere Leute litten an Zerstreutheit. Aber die Leute vom Pressezentrum der Filmfestspiele machten alles wieder gut.
Berlin4.JPG

Ja, die Filmfestspiele! Viel Schönes hab ich gesehen, viel belangloses auch. Schön war zum Beispiel, Wolfgang Martin Hamdorf zu treffen, der am Luis Bunuel Buch mitgearbeitet hat. Auch ich war “…eingeschläfert durch viele tausend Meter banal belichteten Zelluloids…” , wie dort zu lesen steht, bis ich von “Transsibiria” geweckt wurde. Mein Nr.1 – LieblingsFilm auf der Berlinale. Russische Seele, Russische Kamera, amerikanisches Drehbuch, super-spannend, tolle Schauspieler. Ben Kingsley um Klassen besser als in der Schmonzette “Elegy”. Götz Spielmanns Film Revanche ist auch gut, sperrig gut, die Gilbert & George-Dokumentation unbedingt sehenswert, der Honkong-Streifen “Sparrow” amüsantes Entertainment, der Bären-Preisträger “Tropa d’elite” ist hart, aber saftig. Doris Dörrie hat Brauchbares geliefert (Alle im Saal schluchzten -alle hatten Eltern mit Krebs). Die Ärgernisse zähl ich jetzt gar nicht auf, der waren viele!
Die Preise haben sie natürlich dann mit der Beliebigkeits-Gießkanne verteilt, ein bisserl Politik, ein bisserl Lebensfreude, ein bisserl Kunstanspruch und ein bisserl Innerlichkeit. Ja, da ist jeder ein bisserl bestätigt und beantragt neue Fördermittel.

Berlin.2.jpg

Auch wenn’s der Grund für Champagner fehlte: Hier das Wahrzeichen Berlins, die Rotkäppchen-Pulle. Parties waren viele. In der directors lounge ( www.directorslounge.net ) feierte ich ausgiebigst, wobei ich ein paar sehr schöne Kurzfilme von Lena v.Lapschina im Gepäck hatte, aus der Serie “17 Sekunden Kunst”. Kommt mir sehr entgegen, da ich gerade am Begriff des Neo-Commercialismus arbeite. Die meisten Spielfilme sind eh nur ausgewalzte Werbespots.

Eine schöne Party hab ich verpasst, mit Armin Mey und Marco und Daniel – da hat es Champagner gegeben, aber ich war schon wieder in Wien. Zum Trost hier noch eine wirkliche Celebrity auf der Bühne.

Berlin.3.JPG

Ja, das ist der Berlinae-Liebling Bruce la Bruce! Sein Zombie-Filmchen ist schamlos schlecht, so dass man es nur als ganz junger Mensch ertragen kann, aber er selber ist leiwand. Hier mit Wieland Speck und seinem Produzenten. Eine Sternstunde der Star-Fotografie.