Neu: welcome to the zAPP-Store

31. August 2010

zAPP

Das wurde auch Zeit: Die Zufallsproduktionen haben eine Reihe von Applikationen entwickelt, die Zufalls-Applikationen, der Einfachheit halber zAPPs genannt. Das Problem ist bekannt: Man steht an der Bar und streichelt das iPhone, aber es kommen immer nur Apps, die jeder hat. Die trashigen 79 Cent-Apps. Sie wuchern heftig und verstopfen das Telefon, aber der soziale Nährwert ist begrenzt.
Ja, damit lässt sich nicht viel Staat machen. Von wegen social currency.

Deshalb: greifen Sie zum zAPP. Für nur € 99.- kriegen Sie nach dem Zufallsprinzip irgend ein zApp, das noch keiner hat. Zum Beispiel den…

Spidersnyper

… den Spider Snyper. Wer etwas gegen Spinnen hat, braucht den Spider Snyper. Denn Spinnen lauern überall. Der Spider Snyper, einmal aktiviert, stößt ein hohes, sirrendes Geräusch aus, das jede Spinne in die Flucht schlägt. Natürlich für menschliche Ohren nicht hörbar. Wirkt aber ehrlich und effenktiv. Von schwarzer Witwe bis Tarantel.

Und wenn Sie noch mehr Glück haben, bekommen Sie für Ihre € 99.- noch etwas Besseres:

Tittanic

voila! Titt-Anic. Die Kampf-Busen-Sammlung der Zufallsproduktion. Polarisierend und pubertär in einem. Damit können Sie sich sogar am Wiener Gürtel sehen lassen.

Jetzt bestellen!

Schnaps – das neueste Zufallsprodukt.

5. June 2010

Schnapsklein

Ja, liebe Freunde, ich bin unter die Schnapsbrenner gegangen! Und zwar nicht unter die Schwarzbrenner, sondern ordentlich versteuert. € 28,50 habe ich dem Fiskus abgeführt.
“Mira bellt” heißt das Erzeugnis, weil es aus Mirabellen gebrannt wurde, es ist fast fusel-öl-frei und sehr gut wirksam nach Schweinsstelze oder Salzburger Nockerln. Eine Zufallsproduktion ist es insofern, weil ich eigentlich Apfelsaft machen wollte, aber 2009 war kein gutes Apfeljahr. Es war ein nicht vorhandenes Apfeljahr. C’ etait le moment des mirabelles – so gelang es ihnen, meine Aufmerksamkeit an sich zu ziehen. Die Details sind liebevoll auf dem Etikett (gestaltet von Cordula Alessandri und Hans Proschofski) aufgeführt.

Ich würde ihn sehr gerne verkaufen, aber die Menge reicht wohl grad für den Eigenbedarf. Wer Interesse hat, kann sich ja melden.
Schnapsgroß

Neues von Okto

31. May 2010

der nette Fernsehsender hat eine schöne Vitrine bekommen, im U-Bahnhof Volkstheater.

OKTO_VITRINE

Der Text kommt von Cosima Reif und das fesche artwork, wie immer, von DV5

Gute Vorsätze 2010

6. January 2010

Weniger Allohol trinken.
Mehr rauchen.
Ab und zu an die frische Luft gehen.
Mariella anrufen und Marina ein Mail schicken.
Beckenbodengymnastik.
Kinder ignorieren.
Und unbedingt regelmäßig die Website updaten.

Zum Beispiel mit dem farbenprächtigen Intercell Weihnachtsmailing.
Weihnachtspflaster

Design by Alessandri, Words & Illus by Cosima Reif, Music “Still” by Lechner+Trabitsch, found by Hans Proschofski, Responsibility: Dr. Lucia Malfent. Happy new year, Lucia!

Ms. (Hommage)

6. January 2010

Simonetta Ferfoglia und Heinrich Pichler von GANGART haben Ms. neu entdeckt.

Ms. ist bzw war eine feministische Zeitschrift, die in den Jahren 1971 bis 73 in Amerika eine Umwälzung vorbereitete – nicht nur dank ihrer feinst geschriebenen Artikel, sondern auch wegen ihres feinen Layouts. Art Director war Bea Feitler. Plötzlich, dank Ms., war es trés chic, Feministin zu sein. Die Auflage vervielfachte sich in diesen 3 Jahren, alle Welt wollte drin sein, Künstlerinnen, Politikerinnen, Denkerinnen.

GANGART hat sich dieser Sternstunden-Liebesgeschichte zwischen Inhalt und Design angenommen und in die Wiener Medienwerkstatt Künstler, Musiker & Zufallsproduzenten geladen. Zum intervenieren, kommentieren, rück – und vorschauen.

Zum Nachschauen: http://www.gangart.org/ms/

Ein Teaser meines Beitrags aus Eitelkeitsgründen gleich hier:
Baby Letters.

Babylettersshort

(Dank an Fidel Peugeot von Walking-Chair, der schon 1996 meine Handschrift digitalisiert hat. Und die Dingbats, als Zeichensatz, dazu)
Und außerdem: 40 Jahre sind vergangen und die alten Hoden vom ADC Deutschland haben immer noch erst ein einziges weibliches Ehrenmitglied. Schande.

High Tech Slogan.

6. January 2010

evotec

Evotec AG ist Deutschlands ältestes Biotech-Unternehmen und mittlerweile eine weltweit operierende Company. Seit kurzem gibt es alle Infos auf einer neuen Website, von Alessandri-Design, Wien, und einen neuen Slogan von der Zufallsproduktion “Research never stops”.

Berlin Glamour

6. January 2010

Eine neue Co-Produktion der Zufallsproduktion mit Schindler Parent Berlin hängt gerade auf dem Kurfürstendamm: Ein neues City Light für die Astor Film Lounge.
Die rattenscharfe Headline ist von mir, das unscharfe, aber stimmungsvolle Handy-Foto von Jürgen Michalski.
(Der großartige Vice President & Client Service Director)

ASTOR

Ein neues Buch

6. January 2010

Erschien mit meinen Texten im Oktober 09 im Walking-Chair Verlag: 100 Jahre Marienapotheke, ja genau, die in der Schmalzhofgasse 1 in WIen Mariahilf.

Apo1

Wer denkt, eine Apotheke fülle keine 130 Seiten, sei hier eines Besseren belehrt: Diese Jahre haben mehrere absolute Medizinsche Revolutionen erlebt und den Aufstieg der Pharmazeutischen Industrie.
Deshalb findet man ganz viel Altes….

Apo2

…. und ganz viel Neues aus der Welt von Gesund & Schön.

Apo3
Dies Foto von der Abhol-Wand zeigt übrigens eine neue Schrift von Fidel Peugeot, die “Aspirin”. sie wurde exklusiv für die Marienapotheke entwickelt. Fidel ist ein Teil von Walking Chair, und das berühmte Wiener Designstudio hat auch den Apotheken-Umbau 2007 gemanagt.
Sowie das Buch gestaltet und produziert.
Weil wir bei den Credits sind: Geschrieben hat das Büchlein nicht nur CR, sondern auch due Frau Apothekerin und Rupert Schöttle, der schreibende Cellist.
Bekommen können Sie es mit etwas Charme bei Frau Mag. Karin Simonitsch in der Marienapotheke, Schmalzhof Ecke Otto Bauergasse, Wien VI.

Fusion Painting.

16. September 2009

Frau Hu vom Restaurant Longi, in der Wiener Lazarettgasse, hat diesen Sommer eine Zufallsproduktion zum Thema asian cooking in Auftrag gegeben. Was uns besonders freut ist die Tatsache, dass es sich um die größte Zufallsproduktion bisher handelt: Eine Illustration über 11 Meter Breite, das heißt über die ganze Länge der Terrasse.

Longialles

Die fusionitische Reise beginnt in Indien, mit der hinterindischen Currywolke, wuchert dann über Thailand mit seinen gefährlichen Zitronengrashüpfern….

Longipalme

über manch goldenes Schamdreieck hinweg bis nach Japan und China. Sogar Fu Long ist mit drauf.

Longipanda

Die Comic – Kantine bei Intercell

16. September 2009

ComicKantine

Im neuen Gebäude der Intercell AG, am Campus Vienna Biocenter, kann man seit Sommer lustiger essen: Die Wandgestaltung ist eine Zufallsproduktion von Cosima Reif, Auszüge aus dem Viren-Comic “Die Body-Knackerbande”.

comickantine2

Der Stricherjunge mit der Raucherlunge

2. July 2009

ist ein sehr nettes Lied von der Band “Stereo Total”. Jetzt ist es auch ein Bild, eine Zufallsproduktion für Monika. (Das ist die im Blauen Kleid).

amesmann2

Endlich wieder in Berlin.

7. January 2009

Astor1.jpg

Eine feine Textkampagne. Den ganzen Ku’damm lang auf City Light Postern.
Getextet von mir – Artwork&Contact von Schindler Parent Identity, Berlin. Für ein längst fälliges Trading-up des Kinos, fernab des Multiplex-Terrors.

Astor2.jpg

Die Krönung bzw. der Crowner am Kudamm 225:
AstorTeuer.jpg

EM auf Okto.tv

24. June 2008

Der wunderbare Wiener TV-Sender Okto hat uns wieder mit einer Werbekampagne beauftragt – die Design-Agentur DV5 und mich. Weil einem Fußball ja schon zu den Ohren raushängt, buchstäblich, gab es auf okto.tv eine Wuzzl-EM, und wir warben dafür auf Plakaten, online, in Anzeigen und auf Infoscreen.

Wie hier zum Beispiel.

Infoscreen h264 Spot.mov

(Klick-Link)

By the way: wissen eigentlich alle, dass das Internet-Kürzel .tv von den Tulava-Inseln stammt? Neben Fischfang und Yams-Zucht betreiben die Tulavanesen eine Aktiengesellschaft, die die Domains .tv vertreibt. Das Geld, dass sie dabei einnehmen, sparen sie für die Auswanderung. Das Schmelzen der Polkappen wird in 60 Jahren Tulava zum Schnorchelparadies machen, weil die Insel nur etwa 6 m über Null iegt.
und by the way, zwei: Für das Schmelzen der Polkappen sind nicht wir verantwortlich, sondern die doofe Sonne, die immer mehr aufrüstet. Vor 2500 Jahren war Palermo so kalt wie Oslo.

Profis unter sich.

14. December 2007

Jedes Business ist empfindlich – auch meins. Sie haben keine Ahnung, wie anstrengend es ist, Zufallsproduzentin zu sein. Drucken Sie das mal auf Visitenkarten! Die meisten Leute schätzen es gar nicht, wenn man das Leben so locker nimmt.

Aber es gibt Leute, die Haben von Anfang an Vertrauen: INTERCELL! Österreichs ambitionierteste und erfolgreichste Biotech-Company! Börsennotiert und Analystendurchleuchtet.

Und dieses Jahr ist der Annual Report zufallsproduziert.
So sieht das Cover aus ….

Intercell.Titel.jpg

Und im Innenteil werden dann die Viren analysiert, z.B. hier JEV.

Intercell.Analyse.jpg

Endlich im Olymp.

14. December 2007

Die Zufallsproduktionen haben ja schon von den besten Brands genascht – aber endlich gibt es eine Zufallsproduktions-Zotter-Schokolade.
Exklusiv für Andrea Scholdan von Suppito. Und zwar 2 mal!

Hier das Hochformat: Zotter1.jpg

Und weil nicht nur die Zeichnung entzückend ist, sondern auc der Text, hat alessandri-design auch noch ein schön zu lesendes Querformat produziert.

Zotter2.jpg

20 Jahre Okto.

22. November 2007

Endlich wieder eine nette Kampagne für unserem Lieblingskunden Okto TV.
Der kleine aufstrebende Wiener Community – Sender feiert seinen 2. Geburtstag. Man erinnert sich an die nette Okto-Einführungskampagne von DV5 und mir, “Okto eckt an”. Jetzt hieß es: 2 Jahre müssen gefeiert werden. Aber – was sind heutzutage 2 Jahre? DV5 und ich dachten: Eine gute Kampagne hält sich jedoch bei solchen Peanuts nicht auf – wir feiern gleich 20 Jahre

(Untertitel: in 18 Jahren ist es soweit)
Ja, da kommt Glamour auf.

Okto-A2-Plakat-Feier_RZ.gif

Das hier das 2. Plakat – das erste war für das Medien-Symposium -

und hier kommt noch der Trailer, wenn alles funktioniert.

20 Jahre Okto Trailer

Gemitzer Schmatz.

20. April 2007

Woche 16 war hölle anstrengend. Zunächst begaben wir uns am Montag zur Jahrespräsentation von WienWein in der Sezession. Thema 07: Der Wiener Gemischte Satz. Texterin Cosima Reif durfte mitmischen. Ich hab das schöne Sackerl getextet!

GemitzterSchmatz.jpg

Und noch vieles andere mehr! Die Winzer Edlchrist, Wiehelmoser, Zahinger etc. waren zu jeder Schandtat bereit. Super-Kunden!
Charmant das Journalistengeschenk (Meine gesammelten Gemischten Sätze). Der Tropfenfänger war schon nicht mehr so schön.

Gemischtglas.jpg

Absichtlich, weil wir eine Zigarettenkippe daneben gelegt haben, um das “Trading up” ein bisschen zu bremsen. Die Wienweinwinzer haben natürlich erkannt, dass der Sinn des Lebens darin liegt, das Alltägliche kostbar zu machen. Aber das Kostbare alltäglich zu machen, ist auch ehrenwert. Ich hoffe, die Wienweinwinzer demnächst zum neuen Projekt “the return of the Doppler” bekehren zu können.
Stellen Sie sich vor, wieviel schöne Geschichten auf einer Doppler-Flasche Platz haben. Was kann man da alles schreiben! Schönes und Häßliches etc.

Das Leben ist ja wie eine Weinverkostung in der Sezession: Das Schöne und das Häßliche stehen sehr dicht beieinander und man kanns nicht leicht auseinanderdividieren.

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Das neue KlinkenComic.

26. March 2007

Die ersten KlinkenComics sind erschienen: In der “Zeit” und in der “Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung”! Für die erfolgreichste Türklinkenfirma Deutschlands, FSB in Brakel. Hier eine Kostprobe:

FSB_Zeit_Comic.jpg

Und hier eine zweite:

FSB_Zeit_Comic2.jpg

(Das funktioniert mit Thumbnail, bitte anklicken, sonst ist es gar zu minzig-pinzig!) Und hier noch die Credits: Agentur: Schindlerparent, Berlin. Art Direction:
Anne Kohlermann, Karin Ulmann, Text & Illu: C.Reif, Zufallsproduktion. Und die Klinken gibts bei www.fsb.de

Wunderbare Wandtexte

26. March 2007

Endlich wieder ein Stückchen Werbetext, das nicht sofort im Mistkübel landet.
Die liebenswürdige Designerin Martina Gaigg bat mich, die Wände vom neuen Kentucky Fried Chicken in der Mariahilferstraße zu Wien zu betexten. Hier ein Detail:

IMG_6163.JPG
Wer wissen möchte, wie der Colonel zu seinem Titel und Kentucky auf das Huhn gekommen ist, kann alles dort bei einem Hühnerbein nachlesen.

Foto: Florian Dalik, Architektur: BWM wien

Design und Text.

15. October 2006

Als Lilli Hollein und alle anderen neulich das schöne Design06-Symposium an der Angewandten abgehalten haben, hat man als Texter natürlich Komplexe gekriegt. Keiner macht ein Text-Symposium. Entweder man steckt ihn in die Literatur-Ecke, wo er verstauben darf, oder sich in Befindlichkeiten verirrt, oder er wird als Mittel zum Zweck gebraucht, um Design zu loben.

Grausam? Nö, höchstens eine Herausforderung.

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Denn zum Glück gibts ja Design-Geschäfte, die auch Umsatz machen wollen (die Magazin-Läden in Deutschland) und J.Michalski von der Design-Agentur Schindler Parent in Berlin. Und mich!

JM wollte ein paar gute Texte über Möbel und ich wollte, dass sie schick ausschauen, und deshalb haben wir das Design zurück auf die Füße gestellt. Zuerst die Reflexion – in Form von geschriebenen Gedanken – und dann die Form.

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Also, das sind die Eröffnungsmotive für Magazin München. Gehn Sie mal dahin, ab 11. November 06.

Betextete Produkte.

15. October 2006

Ein schreibverliebter Texter kann alles und jedes betexten, am liebsten natürlich Menschen. Einmal hab ich ein schönes T-Shirt getextet, wo draufstand: “Lesen Sie bitte ihr eigenes T-Shirt”. Es hat die Auflage 1 nicht überschritten.

Besser schneiden da betextete Produkte ab. Folgende entstanden alle in Zusammenarbeit mit Alessandri Design und für die liebevollen Marketing-Leute von Intercell Smart Vaccines.

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Das z.B. ist ein Mailing für Intercell Investoren. Die sollten drauf hingewiesen werden, dass es Jahre dauern kann, bis die Investitionen zurückfließen. Biotech ist ja keine Sache für den schnellen Euro, sondern eher für Leute, die langfristig denken.

Wir dachten: Papier ist geduldig, aber Wein ist anschaulich, und druckten den Text auf einen Zweigelt Barrique. Der schmeckt ja auch nicht gleich im ersten Jahr.

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Das ist das Intercell Weihnachts-Mailing. Ein Low-Tec Vaccine against Holiday Diseases. Bio-Apple-Brand from Austria’s Nr.1 Bio-Tech Brand. Kommt ganz gut an.
Übrigens: Woran, fragt WL, CEO Finance, erkennt man den Erfolg einer Firma? Na, wenn man 2002 etwa fünfhundert Weihnachtskarten verschickt und im Jahr 2006 schon 1600. Deshalb gibts dieses Jahr erstmals eine alkoholfreie Alternative.

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Hier noch mal ein Wein, der nicht nur voll ausgereift ist, sondern auch voll ausgetextet. Er entstand in Teamarbeit (Verschiedene Zungen, verschiedene Trauben) und heißt deshalb GMBH. (Genuß mit beschränkter Haftung). Er wurde nicht von einem Notar, sondern von einem Notarzt freigegeben. Eine Stempelmarke der Republik Öchsle-Reich ist seine größte Zierde.

Sein Nachfolger ist eine Weißwein-Cuvee, die heißt “Die Abrechnung” und WL ist mir noch eine Flasche schuldig. Wenn sie einlangt, stell ich sie drauf.

Die Photos (in der für diese Website erstaunlichen Qualität) stammen von Alessandri Design, vielen Dank!

Brand Development / MY by Bipa

23. June 2006

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Die Zufallsproduktionen kümmern sich nicht nur um Nischenprodukte. Mainstream ist eine unserer liebsten Übungen.

Im Jänner 06 bat mich Alessandri-Design, bei einer Brand/Packageing-Geschichte für die Drogeriekette Bipa mitzuwirken. Es ging üm die Entwicklung der neuen Eigenmarke “MY”. MYbody, MYface & MYhair sollten im untersten Preissegment angesiedelt sein, FÜR JEDEN in Frage kommen, sollten deshalb nicht teuer wirken, sondern nur einfach beruhigend schön. Keine Design-Aufreger! Alessandri wählte einen kosmetischen Mittelweg entlang der Benchmarks Nivea und Dove.

Für die Werbung galt dasselbe. Ursprünglich wollten wir Sinatras “My Way” für die Einführungswerbung vorschlagen – doch aufgrund der Preisspannen hätte der Kunde erst 3 Jahre lang verkaufen müssen, bevor wir uns nur 3 Takte hätten leisten können. Deshalb fiel auch der Slogan beruhigend & einfach aus.

Die TV- und Radio-Einführung ging (deshalb??) auch an die amtierende BIPA-Agentur. Vielleicht hat es sich noch nicht genügend herumgesprochen, wie sehr die Zufallsproduktion den Mainstream liebt…

Brand Development OKTO TV

14. June 2006

2005 kam die wunderbare Agentur DV5 zu mir und bat um Entwicklungshilfe für den neuen Wiener Multi-Kulti-TV-Sender “Okto”. Wir wußten zwar noch nicht, dass er Okto heißen sollte, aber der Sendeplatz auf Kanal 8 machte dies evident.

DV5 entwickelte Screen-Design, On-Air Identity und zusammen kümmerten wir uns auch um eine kleine Werbekampagne.

Brand Mission: Okto ist der unangepasste, eigensinnige TV-Kanal.
Der Slogan: Okto eckt an.

Logo 01.mov

Das hier ist nur die Sender-Kennung, weitere schöne Trailer und aneckende Werbemittel sind auf der gutgepflegten Website von DV5,

www.dv5.at

Und 2006 durften wir auch noch ein wirklich schönes Plakat machen:

Okto_Otto_Plakat.jpg

Brand Building: viennAfair

8. June 2006

Im Sommer 04 erhielt ich eine Anfrage, ob mir ein Name für eine neue Kunstmesse in Wien einfiele.
Der Auftrag kam von Galeristen – und der Reed Messe, Wien (die im Prater grade gigantische Investitionen getätigt hatte)

Bis dato gab es bereits die KUNST WIEN, eine Messe im MAK, doch der Kunst-Messe-Boom der letzten Jahre sowie die neue Metropolisierung Wiens im CEE-Kontext forderten eine neue Location und mehr Entfaltungsmöglichkeiten. Wien sollte auch für den internationalen Kunstmarkt ein Magnet werden.

Der Versuchung, nach der Kunst Wien nun eine Art Vienna zu gründen, widerstanden alle tapfer.

Der neue Name sollte mehr Profil zeigen – am besten gleich eine Positionierung enthalten.
Was angesichts der Fülle an Mitbewerbern dringend nötig war.
Es gibt intellektuell-radikale Kunstmessen, exklusive Kunstmessen, alteingesessene – und neureiche Kunstmessen. Wo war eine Lücke für Wien?

Wir entschieden uns für viennAfair. Die Messe für Liebhaber.
Der Flirt mit der Kunst. Sie fand bereits zum 2. mal in Wien statt, zwar nicht immer mit identer Schreibweise, aber mit zunehmendem Erfolg.

VIENNAFAIR.jpg

(Internationales aus dem Abschlußbericht der Reed Exhibitions, April 2006)
Mehr :

www.viennafair.at/presse

Brand Building / TRUSTandTRAVEL

8. June 2006

Eine Pariser Kundin der Zufallsproduktion, Katharina Allés, wünschte sich für 2003 für ihre toskanische FerienVillenvermittlung einen heiratsfesten Brand Name.

Da ein großer Teil der Klienten aus den USA kommt, entschieden wir uns für Englisch – auch aus der touristischen Tradition der Toskana heraus. Und aufgrund der unglaublichen Schönheit der Landgüter und Villen auf eine care-positionierung: Hier kann nichts passieren, hier bist Du vor Unbill und Proll in Sicherheit. Trustandtravel.com

Trustandtravel.jpg

Wir hatten Glück – der Domain-Name war erstaunlicherweise noch frei.
Sollten Sie wirklich einmal Ruhe und Schönheit brauchen – das Gut La Foce ist direkt wie aus einem James Ivory Film….

www.trustandtravel.com

Brand Building / MOBIMENTI

8. June 2006

Die Architektin Renate Allmayer-Beck entwirft besonders gerne Möbel. Wandelbare, universelle, geistig durchdachte Lebensgefährten. Für diese wünschte sie sich einen Markennamen.
Und sie bekam diese Zufallsproduktion.

Mobimenti.vc.jpg

Mobimenti sind geistig bewegliche mobile Monumente.
Auf der Website

www.mobimenti.at

finden Sie bald welche. Einstweilen findet sich dort immerhin die Erkenntnis, dass das Leben eine Baustelle ist.

Und noch etwas Schönes: Alessandri-Design hat für Logo und Umsetzung beim CCA 2006 eine Venus in Bronze verliehen bekommen!

Brand Building / WEINBEISSEREI

8. June 2006

Ein sehr schwieriges Projekt haben die Zufallsproduktionen in 2004 / 2005 abgewickelt: Die Namensfindung für eine Wein-Keller-Dachgarten-Restaurant-Vinothek der Brüder Matthias und Hermann Hager, in Mollands im Kamptal.

Weinbeisser.jpg

(Hier die schwierigen Kunden)

Wie oft bin ich nach Mollands gefahren, bis wir den schönen Namen WEINBEISSEREI erfunden hatten! (11 Uhr Zug vom Franzjosefsbahnhof, kurz nach 12 in Mollands, dann Mittagessen, diskutieren, Weintrinken, dann 15 Uhr wieder zurück. ) Und Woche drauf dasselbe! Aber der Genius Loci inmitten der Weinberge hat Wirkung gezeigt, und die Weinbeisserei ist mittlerweile in fast aller Munde.

www.weinbeisserei.at

No Shopping Window

23. May 2006

Von November 2001 bis Mai 2003 hatten die Zufallsproduktionen ein Schaufenster adoptiert.
H.H. (nicht Humbert Humbert, sondern Hermann Huber) hatte ein leerstehendes Gassenlokal in der Schleifmühlgasse 6-8 angemietet, monatelang entrümpelt und dann gab es Kunst, Dennis machte hinreißende Clubbings und das Schaufenster führte ein Eigenleben unter meiner Regie.

Ganz diszipliniert ging ich jeden Monat Deko wechseln und sang Loblieder auf Sex, Liebe, Änderungen und den Schneid.

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Das “Endlich wieder Merz, Anna” – Fenster war eine Hommage an Kurt Schwitters – und seine Anna Blume.

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Diese Zufallsproduktion widmete sich dem Sommerloch – ich erfand feine E-Mail-Adressen (Lieber.Gott@hotmail.com) und schrieb an alles und jeden.

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Im Sommer 2002 drohten wir der Bevölkerung, den kleinsten Swingerclub Wiens zu eröffnen – für Singles, die es auch bleiben möchten. Die Giraffen sangen ein Requiem für Linda Lovelace, die um diese Zeit verstorben ist.

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Budget gabs natürlich keines, ich organisierte mir Papier und Farbe. Das war mein popigstes Fenster, es widmete sich dem Eskapismus.

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Oft gab es einfach nur Texte.
Der unter Änderung lautete etwa so:

Es wird nichts mehr geändert.
Vieles, was für die Ewigkeit gedacht war, ist schon geändert worden. Auch in diesem Änderungsschaufenster ist schon vieles verändert worden. Nur die Änderung wird nicht mehr geändert. Die Änderungsschneiderei ist weggezogen, aber das Schild wird nicht mehr geändert. Schluß. Es ändert sich eh schon genug. Änderung bleibt. Unverändert.
Warum sich der Änderungsschneider verändert hat, ist klar: im 17. oder 18. Bezirk wollen die Leute noch äußerliche Veränderungen. Sie tragen Jacke wie Hose zur Änderungsschneiderei und lassen sie den Gegebenheiten anpassen.
In unserer modernen Gegend ändern die Leute sich lieber selber. Sie suchen vielleicht jetzt gerade dringend eine MEINUNGSÄNDEREI?? (etc) ….

Unter Schneiderei stand dann:

Schneid zu verkaufen.
Auch wenn der Schneider ausgezogen ist – dieses Schaufenster ist gut geschnitten. Länge zu Breite kann man auch ungeübten Auges den goldenen Schnitt erkennen. Warum nicht eine EHRABSCHNEIDEREI draus machen? Ein gutaussehneder Ehrabschneider, heimtückisch den Passanten zublinzelnd, das wär doch was? (…)

Weihnachten hab ich mir natürlich ganz viel Mühe gegeben, damit den Leuten warm wird. Ich warb für Rock-Musik und gegen unplugged Ladies.

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In der linken Vitrine hing dieses Foto, ganz groß, von Isabella, (danke,I) und in der rechten Vitrine gab es Platten-Tipps für die Feiertage und die Aufforderung, keine Dame lange unplugged zu lassen.

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Leider hab ich nicht alle Fenster aufgehoben, aber hier ist ein Teil der Deko der sinnigen Installation “Wer sich beschwert, fühlt sich erleichtert”.
Ein Leitfaden, wie man alltäglichen Kränkungen begegnet.

Mein Liebling ist auch verschollen, das “Standpunkt oder Punschstand?”-Fenster.

Irgendwann in 2003 wurde das Fenster dann – mitsamt Kunstraum und seinen Aktionen und Auktionen – wieder der spielenden Jugend entzogen und einer arbeitsamen kommerziellen Nutzung zugeführt. Damals hab ich echt gedacht, die Welt geht unter.

Brand Building I. WDR, Tag7

16. May 2006

Vor über anderthalb Jahren legte uns J. Michalski ein Problem des Westdeutschen Rundfunks auf den Tisch: Die Redaktion des sonntäglichen Magazins “Gott und die Welt” wünschte sich einen neuen Namen. M.E. war “Gott und die Welt” griffig & schwer zu toppen, aber Wertewandel, Multi-Kulti etc. ließen den Wunsch nach etwas Neuem sinnvoll erscheinen. Dazu kommt, dass die Sendung genug Interessantes für eingefleischte Agnostiker bereithält.
Die Zufallsproduktion machte nun Vorschläge, und empfahl den Titel
“Tag Sieben”.
Tag des Reflektierens.
Köln wurde nicht an einem Tag erbaut, zufällig sind wir in der Zwischenzeit auch noch Papst geworden – heute bekam ich Nachricht, dass Tag7 publiziert wurde!

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So sieht die Website des WDR jetzt aus.

Presse haben wir auch schon bekommen,
nach 39 Jahren leicht beleidigt, aber nicht böse.

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Und noch ein bißchen Lob&Tadel:

Kuraths.TV1.jpgKuraths_TV.jpg

Quick & Dirty

11. May 2006

Zufallsproduzentinnen erregen ja oft Mißtrauen. Oft traut man sich anfangs nicht, ihnen große Mengen Geldes in die Hand zu geben. So war ich oft in der Abteilung Quick, Cheap & Dirty – macht ja auch mehr Spaß.

Bei der wunderbaren TBWA Berlin hab ich ‘99 meinen allergünstigsten Spot produziert – ich will die lächerliche Summe gar nicht erwähnen. Berlin ist ja notorisch geldarm, da kann man nichts machen. (Es war eine 4-Stellige Summe. Damals D-Mark) Kein Geld hilft. Der Spot llief 3 Monate lang in allen Kinos.

dumm gelaufen