Rum & Ehre.

1. September 2008

Darauf einen Erdbeer-Daiquiri: Die Klinkencomic-Kampagne Cosima Reif & Schindler Parent hat dieses Jahr den RED DOT Award für Kommunikation bekommen.
Und ist außerdem Nominee beim Joseph Binder Award für Design.
Nachzulesen auf www.fsb.de

Doppler & Lohn.

26. June 2008

Ohne dass dieser Blog in die Niederungen der Gastronomiekritik abrutscht: Es muß einmal das schöne Restaurant Skopek & Lohn in Wien Leopoldstadt gelobt werden. Nicht nur, weil sie gut kochen, sondern weil es einen exzellenten Hauswein aus der DOPPLER-Flasche gibt.

Seit Jahren predige ich in der Weinwüste: “Rettet den Doppler!” Und was machen die Leute? Abstoßende Marketing-Magnums. Ganz alleine steh ich da, mit meinem letzten Doppler, für den ich meilenweit fahren muß, weil die Billa hat sowas gar nicht mehr. Als ich ‘93 nach Österreich kam, war die Billa voll von Dopplern. Eine Leiter mußte man holen, wollte man eine der vereinzelten und völlig verstaubten Bouteillen aus dem Regal für Schwerverkäufliches holen. Und heute?
Na, gottlob hält wenigstens S & L die Fahne oben.

Übrigens: Wie die Doppler die Welt verschönern / nicht nur Doppler, auch ein paar Wodka Tonics waren dabei, sieht man auf

http://kuehlerkopf.blogspot.com

EM auf Okto.tv

24. June 2008

Der wunderbare Wiener TV-Sender Okto hat uns wieder mit einer Werbekampagne beauftragt – die Design-Agentur DV5 und mich. Weil einem Fußball ja schon zu den Ohren raushängt, buchstäblich, gab es auf okto.tv eine Wuzzl-EM, und wir warben dafür auf Plakaten, online, in Anzeigen und auf Infoscreen.

Wie hier zum Beispiel.

Infoscreen h264 Spot.mov

(Klick-Link)

By the way: wissen eigentlich alle, dass das Internet-Kürzel .tv von den Tulava-Inseln stammt? Neben Fischfang und Yams-Zucht betreiben die Tulavanesen eine Aktiengesellschaft, die die Domains .tv vertreibt. Das Geld, dass sie dabei einnehmen, sparen sie für die Auswanderung. Das Schmelzen der Polkappen wird in 60 Jahren Tulava zum Schnorchelparadies machen, weil die Insel nur etwa 6 m über Null iegt.
und by the way, zwei: Für das Schmelzen der Polkappen sind nicht wir verantwortlich, sondern die doofe Sonne, die immer mehr aufrüstet. Vor 2500 Jahren war Palermo so kalt wie Oslo.

Bettwurst.com

18. June 2008

Endlich einmal wieder etwas Erfreuliches: Das Diplom von Eva Oberdorfer und Julia Brandstätter. Heute an der Universität für angewandte Kunst. Das war das Produkt.

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Und Gästebettwürste gabs auch, von 34 Menschen freiwillig geliefert. Z.B. die….Senseless.jpg

Danke Mädels, das war sehr vergnüglich. Wer mehr Bettwürste oder Julia als Bettwurst auf dem Frauenlauf sehen will, ist willkommen auf www.bettwurst.com

Ja, ohne Leid bildet sich kein Charakter und ohne Vergnügen bildet sich kein Geist, wie der Dichter sagt. Das geht besonders in Richtung eines leidgeprüften Professors, dessen Charakter es bedauerlicherweise nicht zuließ, ein so vergnügliches Diplom mit einer Eins zu belohnen.
Es wurde bemängelt suboptimale Typo, wackelige Filme und dergl. Technokratisches mehr. Die Erbsenzählerei führte zu einer Zwei.
Vielleicht hatte er auch was dagegen, dass die Studenten selber genäht habt. Das sollten ja eigentlich chinesische Kinder machen, dafür sind sie ja schließlich da. Und nicht die Leute, die 4 Jahre lang Steuergelder verschlungen haben, damit die Verantwortlichen mit den Creative Industries herumprotzen. Trotzdem: Weil ich es gut find, dass sich ein gewisses handwerkliches Know How auch im Inland hält und weil wir seit Claude Lévi-Strauss den Bricolateur über alles schätzen, den Dillettanten sowieso, verleihe ich Euch hiermit meine persönliche Auszeichnung. gnackwurst2.jpg

Auch der Wiener KURIER hat die Bettwurst mit einer Notiz gewürdigt, siehe Ausschnitt. Wer sich die Ausstellung anschauen will, sei gewarnt: Nicht mit der NICHTNETT-WURST kuscheln, da ist eine Stecknadel drin versteckt.

Zille fahren

30. April 2008

Der April war nicht ganz schlecht. Zum Beispiel letzten Sonntag. Da waren wir Zille fahren in Maria Ellend.
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Mit Karin K., der Zillen-Besitzerin (links) und Stefan.

Die Zille ist ganz flach. Das ist gut so, weil die Au-Gewässer ja auch ganz flach sind.

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Das war eine Pflanze am Rande der Au. Wir sehen: Es ist Frühling. Genießen wir es. Mit einer Zille-Fahrt.
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Hier fahren teppan und tabitha Zille. Tabitha ist aus Görlitz und plastische Chirurgin. Sie macht in Wien einen Lappenkurs. Was das ist, kann sich jeder selber ausmalen.
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Während Teppan und Tabitha am Heck paddeln, sitzt Kundry-Bär am Bug.

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Verhältnismäßig gab’s viel Wasser. Man konnte in das 2. und das 3. Loch fahren. Im 4. war leider ein Baumstamm quer gelegen, da ging gar nix. Ein verantwortungsloser Biber, vermutlich. Deshalb zum Abschluß kein Biber, sondern ein feiner Reiher.

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Wer vermisst eine schwarze Tasche?

7. April 2008

Ja, es war eine Menge los in der Schleifmühlgasse in Woche 14, wir lagen teilweise vor Lachen auf dem Boden, teilweise auch vor Wein. 3 Parties in einer Woche! Das soll uns erst mal einer nachmachen! Topos der Woche war Triple Z (Zunge, Zenita und eine Hommage an Zwangsleitner) und 2 von den dreien waren tatsächlich anwesend.

Noch jemand muß anwesend gewesen sein, den ich nicht kenne und der eine große Schwarze Damenhandtasche vergessen hat, ein Botega Veneta – Nachbau von H&M. Einziger Inhalt: Ein Babywindel, schätzungsweise für ein viertel Jahr altes Baby. Isabella streitet ab, dass es ihre Tasche ist, und ich glaub ihr, weil die Windel ist blau und sowas würde Fanny-Schatz nie anziehen.

Da ich auf diesem Wege schon mal einen Dolce & Gabbana-Schal angebracht habe, versuche ich es wieder: Wer vermisst eine große, schwarze, geflochtene…. bitte melden!

Tristan-Junkies.

7. April 2008

Die wunderbare Woche 14 enthielt nicht nur 3 Parties, sondern auch 2 Opern. 2 Opern innerhalb von 6 Tagen, und keine unter 5 Stunden. Ich verdanke GZ (wie Gute Zeiten) den Slogan “Tristan-Junkies” und verwende ihn hiermit mit Freuden. Denn, liebe Freunde, ist es nicht eine Wonne, in einer Stadt zu wohnen, in der 1000 Menschen nachmittags um 5 in die Oper strömen, um Geldderwerb Gelderwerb sein zu lassen und sich dem Vergnügen hemmungslosen Selbstmitleids hingeben? Untermalt von hemmungslos schöner Musik? Letzteres mit Vorbehalt, denn eine Wagner-Oper ist ja wie eine wirkliche Liebesgeschichte in Echtzeit, lange muß man warten auf die wirklich guten Momente, quälende Zweifel ziehen sich in die Länge, kaum zu ertragende Spannung wird aufgebaut, mit kleinen Ahnungen der Süße, die irgendwann kommen wird, aber bevor sie kommt, schlupft sie ach so oft wieder weg, in den Orchestergraben zurück. Kurzum: Man wartet endlos auf die 6 Takte, auf DIE SECHS TAKTE, die einen dann wieder daran erinnern, dass man sie auch kennt, die tiefen Gefühle, unerwiderbar, die da über uns allen schweben, out there, somewhere. Manchmal genügen ein paar Küsse, um sie wieder herzuholen, manchmal muß es eben Tristan und Isolde sein, und dann ist man froh, dass man nicht alleine da sitzt, sondern mit 1000 anderen Tristan-Junkies inmitten der erlösenden Wolke. Noch einmal eine Viertelstunde Tristan, bitte. Gibt nichts besseres. außer vielleicht der Parsifal.
Da bin ich natürlich nicht nur aus inneren, sondern auch aus Status-Gründen gegangen, weil ich der einzige Parsifal-Junkie bin, der noch nie den Herrn Thielemann live gehört hat. Aber der Herr Moser, der den Parsifal gesungen hat, hat dem leidenschaftlichen Dirigenten die Suppe gründlich versalzen. Das Stimmchen blieb schwach, die Wolke kam nur halb, um uns zu entführen und der Herr Thielemann hat auch verkünden lassen, dass er wie wieder im Herrn Hollaender seinem Wirkungsbereich spielen will.
Dennoch: Tristan und Parsifal in einer Woche – echt gute Kombi. Tristan ist natürlich erlösender. Aber Parsifal kann man dann dauernd vor sich hinsummen….

Life 1.0

16. March 2008

Freunde, hoffentlich habt ihr nicht zu oft vergelblich auf einen schönen neuen Blog gewartet, seit Berlin hat das Real Life leider das virtuelle sehr verdrängt. Ja, Life 1.0 ist immer noch mächtiger als web 2.0. Vieel mächtiger: erstens mußte ich mich viel ärgern, zweitens ganz viel arbeiten, um die teuren Business-Class-Flüge von Berlin wieder rauszuholen.
Und drittens: Ein gesellschaftliches Ereignis der Extraklasse jagte das andere. Womit aber nicht gesagt sein soll, dass ich nicht auch auf letztklassige Veranstaltungen gehe. Reichlich. Aber letztere gabs derzeit nicht, es ist ja Fastenzeit.

Beginnen wir mit gestern: CCA Gala. Der Lieblings-Agenturchef hat mir eine Karte spendiert und ich hab mich amüsiert. Obwohl – natürlich gabs das “übliche Gesudere”, schlechte Räumlichkeiten, schlechte (weil Plastik) Weinkorken, mangelnde Präsenz von rosafarbenen, hellblauen und lindgrünen Abendroben. Mit dem “üblichen Gesudere” hat Gusenbauer erstmalig den Anspruch erwirkt, in Geschichtsbüchern vorzukommen. Sonst ist der gute Mann ja nicht grad der Meister der verbalen Erleuchtung, aber dies treffliche Bonmot, würdig eines Montaigne, zitiert man ja gerne.

Auf der CCA Gala ist übrigens der unvergleichliche Walter Lürzer zum Ehrenmitglied 2008 ernannt worden. Hier in einer schönen Web 2.0 Variante, nämlich als Klon, von und mit Julia Brandstätter

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16. March 2008

Die CCA-Gala war nur das Letzte in einer Reihe von Gelagen, die ich Ihnen nicht vorenthalten möchte. Zum Beispiel ein Essen unter Kunstfreunden.
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Ist es nicht wie aus dem Bilderbuch des Kunstfreunds? Die Leute auf dem Bild sind alles bedeutende Kunsthändler bzw. Vermittler, die jeder kennt. Ganz super. Ich hab mich leider blamiert. Ich hab gefragt, ob es ein Rezept von Jamie Oliver ist, die Lammkeule mit Eierspeise zu servieren. Das ist Polenta, brummte der Gastgeber. Nun gut. Aber Lammkeule ist schon ein schönes Stichwort.

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16. March 2008

Im richtigen Leben muß gekocht werden, was das Zeug hält. Oder man muss jedenfalls so tun. Schließlich wird auch massiv virtuell gekocht, nicht auf web 2.0, aber auf allen Fernsehkanälen. Das ist das Lagerfeuer Syndrom. Früher haben die Leute ins Feuer gestarrt, dann in den Fernseher, und nach 50 Jahren fernsehen sind sie draufgekommen, dass so ein Lagerfeuer nicht perfekt ist, wenn sich nicht eine saftige Lammkeule drin dreht. Und jetzt haben wir 104 Kochsendungen pro Woche und Köche sind Superstars, oder jedenfalls das, was Friseure in den 80ern waren.
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Das ist mein Lieblingskoch. Erzähl ich ihnen gleich, wenn er zuende telefoniert hat. Der Rabl meint immer, je mehr Kochsendungen es gibt, desto weniger kochen die Leute. Das ist genauso wie bei dem medialen Sex. Je mehr Sex in den Fernsehsendungen vorgeführt wird, desto weniger Sex haben die Leute. Da ist was dran.
Manchmal trifft man ja noch alte Leute, die aus Familien mit 10 und mehr Kindern kommen. Wenn man dann erstaunt ist, bekommt man als Antwort: “Das war damals Usage. Man hatte ja noch kein Television”.

Usage ist es jedenfalls, zu Cordulas Geburtstag eine Überraschung zu bereiten und diesmal wollten Christian Desrues und ich Überraschungs-Lammkeulen bereiten.
Ist Desrues nicht ein vielversprechender Name für einen Koch? Franzose, naturelement.
Ein ordentlicher Koch hat Beiköchinnen, hier im Bild Renate Allmayer und ich.

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Cordula hat sich doll gefreut, wie man am Lachen sieht, obwohl wir sie nicht gefragt hatten, ob wir ihre Wohnung in eine Döner-Bude verwandeln dürfen.

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Ja, das war etwas ganz heimliches. Schön waren vorher die konspirativen Treffen im Engländer. Und dann sind letzten Montag alle gekommen, und es war super.

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Sie sehen: Sogar Harald war da. Obwohl er sonst immer lieber ins Yoga geht. Und angeblich soll er der letzte Gast gewesen sein. Ich hab schon früher mit dem Trinken angefangen, weil Kochen macht durstig, und hab nicht solange durchgehalten.

Hier ist die Lammkeule endlich fertig (wir mögen es blutig, aber trotzdem muss man warten, bis die Butter geschmolzen ist und der Rosmarin sich mit dem Knoblauch vermählt hat.

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Sie müssen den Kopf drehen, denn es ist mir nicht gelungen, das Bild zu drehen. Ich bin aus der Life 2.0 – Übung, wegen zuviel real life.
Im Hintergrund Blanka, die ist Veganerin. Hat einiges verpasst.

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Lammkeulen machen glücklich, wie man an Eli und Marcia sieht.
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Champagner auch. Danke, Dorli, für die vielen schönen Fläschchen….

Lob an Berlin.

17. February 2008

jetzt ist es schon 4 Tage her, dass ich wieder zurückgekommen bin aus Berlin. Es waren ganz seltsame Tage, so konzentrationsmässig. Auch andere Leute litten an Zerstreutheit. Aber die Leute vom Pressezentrum der Filmfestspiele machten alles wieder gut.
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Ja, die Filmfestspiele! Viel Schönes hab ich gesehen, viel belangloses auch. Schön war zum Beispiel, Wolfgang Martin Hamdorf zu treffen, der am Luis Bunuel Buch mitgearbeitet hat. Auch ich war “…eingeschläfert durch viele tausend Meter banal belichteten Zelluloids…” , wie dort zu lesen steht, bis ich von “Transsibiria” geweckt wurde. Mein Nr.1 – LieblingsFilm auf der Berlinale. Russische Seele, Russische Kamera, amerikanisches Drehbuch, super-spannend, tolle Schauspieler. Ben Kingsley um Klassen besser als in der Schmonzette “Elegy”. Götz Spielmanns Film Revanche ist auch gut, sperrig gut, die Gilbert & George-Dokumentation unbedingt sehenswert, der Honkong-Streifen “Sparrow” amüsantes Entertainment, der Bären-Preisträger “Tropa d’elite” ist hart, aber saftig. Doris Dörrie hat Brauchbares geliefert (Alle im Saal schluchzten -alle hatten Eltern mit Krebs). Die Ärgernisse zähl ich jetzt gar nicht auf, der waren viele!
Die Preise haben sie natürlich dann mit der Beliebigkeits-Gießkanne verteilt, ein bisserl Politik, ein bisserl Lebensfreude, ein bisserl Kunstanspruch und ein bisserl Innerlichkeit. Ja, da ist jeder ein bisserl bestätigt und beantragt neue Fördermittel.

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Auch wenn’s der Grund für Champagner fehlte: Hier das Wahrzeichen Berlins, die Rotkäppchen-Pulle. Parties waren viele. In der directors lounge ( www.directorslounge.net ) feierte ich ausgiebigst, wobei ich ein paar sehr schöne Kurzfilme von Lena v.Lapschina im Gepäck hatte, aus der Serie “17 Sekunden Kunst”. Kommt mir sehr entgegen, da ich gerade am Begriff des Neo-Commercialismus arbeite. Die meisten Spielfilme sind eh nur ausgewalzte Werbespots.

Eine schöne Party hab ich verpasst, mit Armin Mey und Marco und Daniel – da hat es Champagner gegeben, aber ich war schon wieder in Wien. Zum Trost hier noch eine wirkliche Celebrity auf der Bühne.

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Ja, das ist der Berlinae-Liebling Bruce la Bruce! Sein Zombie-Filmchen ist schamlos schlecht, so dass man es nur als ganz junger Mensch ertragen kann, aber er selber ist leiwand. Hier mit Wieland Speck und seinem Produzenten. Eine Sternstunde der Star-Fotografie.

Making an effort.

10. February 2008

Ich weile grad in Berlin auf den Filmfestspielen – ja, sehr elegant ist es nicht hier. Die Rolling Stones haben 2.500 Euro für ein Interview verlangt, also bin ich da auch nicht hingegangen… Was ich sagen wollte: Es ist extra großartig, sich in Berlin an Wien zu erinnern, insbesondere an Manuelas Geburtstag. am Faschingsdienstag im Cafe Urania.

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Manu war allerdings nicht die einzige, die gut aussah – alle Damen zeigten vorzügliche Silhouetten.

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Die Herren waren begeistert! (Hier 3 begeisterte Herren)

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Tja, das kommt dabei raus, wenn man sich ein bißchen Mühe gibt. Sag ich mal so, als Zaunpfahl nach Berlin.

Vortrag in der Director’s Lounge.

6. February 2008

Bitte vormerken: Am Montag, den 11.02 gibt es eine Lecture mit Werbeunterbrechungen in Berlin,
genauer im Scala, Friedrichstrasse 112A, 10115 Berlin, Mitternacht.
eine Zufallsproduktion von Cosima Reif und Lena von Lapschina.

Neo-Ökonomismus.

31. January 2008

Liebes Finanzamt Wien 4,5,6., wir alle müssen rechnen. Auch ich, gradzumal im schönen Jahr der Mathematik, das vor 4 Wochen angebrochen ist. So hab ich auch die 20% Mehrwertsteuer ausgerechnet und abzüglich einiger Promillchen an Sie überwiesen. ICh habs nicht ganz gern getan, weil ich finde, andere Ausgaben sind viel mehr wert: Eine Kiste Chateauneufdupape zum Beispiel oder ein Gelage im Taubenkobel oder ein neuer Prada-Rock, das alles hat viel mehr Mehrwert als das Gefühl, dem Finanzamt seine Mehrwertsteuer zugeführt zu haben.
Aber lassen wir es: Sie schaffen ja auch die Infra-Struktur, damit man in Frieden seine Umsätze machen kann.

Einzig ärgert mich folgendes: Wenn ich arbeite und rührig Umsätze mache, also richtig toll Umsätze, dann komm ich um Gewinn nicht herum. Und wenn ich soviel Gewinn mache, dass ich angenehm leben kann, dann muß ich 38% Einkommensteuer zahlen. Wenn ich jetzt nicht selber Umsätze erarbeitet hätte und statt dessen Geld für mich hätte arbeiten lassen, dann hätte ich nur 25% Kapitalertragssteuer zahlen müssen. Ohne Mehrwertsteuer. Ist das gerecht? Seit wann ist denn Geld etwas besseres als wir? Warum wird es so gnädig behandelt??? Irgendwie finde ich 14% Unterschied der Steuerlast zwischen Kapitalisten und Arbeitsbienen demotivierend. Soll ich nächstens sagen: Ich kann nicht mehr arbeiten, ich bin ja kein Geld, da lohnt es sich nicht…. Ich finde, Sie sollten im Jahr der Mathematik einmal nachrechnen. Mit herzlichen Grüßen, die Zufallsproduktion.

Neo-Commercialism.

29. January 2008

Bitte vormerken: Mo., 11.2.08, Zufalls-Vortrag in Berlin.
Einer langjährigen Tradition zufolge verbringe ich ja den Valentinstag immer in Berlin. In Berlin lauert nicht so die Gefahr, dass man unter Bergen von roten Rosen erstickt, die Berliner geben ihr knappes Geld ja lieber für was anderes aus. Jetzt schon zum 20. Mal berichte ich von dne Filmfestspielen, ein schönes Jubiläum, und gleichfalls zum 20. Mal werd ich einen Vortrag in der Directors Lounge halten, bei Ober-Lounge-Lizard Placebo Katz, und ich werde erstmals eine Show von lena von Lapschina kuratieren.

Das Programm steht schon fest, es lautet Neo-Commercialism, Ort wird noch bekannt gegeben,
infos unter http://directorslounge.net

Der graue Dolce & Gabbana – Schal II.

29. January 2008

Tja, da sieht man mal wieder: So ein Blog ist kein rausgeschmissenes Geld: Der graue Dolce & Gabbana-Schal hat seine Besitzerin wiedergefunden. Nach Wochen – der Winter war schon bald vorrüber – hat sie sich gemeldet, die gute Manuela. Und neulich hab ich sie sogar damit gesehen, gut eingewickelt…. Ja, jetzt ist alles wieder gut, so soll es sein.

Ein großer Tag.

23. January 2008

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Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus. Der Himmel über der Karlskirche war nicht einfach nur heiter, als ich am Morgen aus dem Haus ging. Er war beeindruckend. Nein, hier kündigte sich keine Komödie an, kein heiteres Geplänkel für Hausfrauen und Texterinnen. Hier ballte sich ein wirkliches Königsdrama zusammen. Hier prallen bald Eitelkeiten auf Befindlichkeiten, Intrigen sägen an der Standhaftigkeit, die Show tritt der Substanz gegen das Schienbein, die Solidarität wird von der Rhetorik gemeuchelt. Heut ging es um das Schicksal von 5 jungen Menschen. Würden Sie mit Applaus auf die Bühne des Lebens geschickt werden? Oder mit Schmach? Ja. Heut war der Tag der Diplome an der Angewandten in Wien.

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Zuerst gab es eine AUSZEICHNUNG: Ingrid Aspöcks Diplom, eine experimentelle Kampagne, mit der sie sich selbst überreden will, das Rauchen aufzugeben. Man muss es allerdings langfristig sehen: nach der Diplombegehung griff sie gleich zu den abschreckenden Exponaten und steckte sich eine an. Verständlich.

Weiter zu Kamie Beutls Diplom “Playful Art”, ein Charakter-Design-Shop. Hier Kamie …..

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und hier ihre Beutl. (Man kann auch Sackerln dazu sagen)

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Kamie verpasste knapp die Auszeichnung und bekam eine 2, das ist das Schicksal von Nischenprodukten.

Nun zum absoluten Mainstream: Golf für alle. Sandra Reichl wirbt für den demokratischen Golfplatz. Und natürlich gab’s auch eine AUSZEICHNUNG. Schon allein wegen der trefflichen Präsentation.

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Grün wie am Golfplatz ging es weiter: Alva Unger präsentierte “guerillagärtner.com”, ein Stadtvermüllungsprojekt, wie einer der Prüfungskommissionsmitglieder meinte. Ja, das könnte Dreck machen, die Samenbomben. Oder das Buttermilch-Moos-Sporen-Gemisch, mit dem man feinste Prixsche Betonwände verschandeln könnte, wenn man damit prima wachsende Parolen schreibt. Dafür gabs auch nur eine 2. Hier die sehr gepflegte Prüfungskommission…

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… nd hier ein kleiner Teil von Alvas Grünem Krieg.
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Jetzt kommts: Ich hab vergessen, Valerie Gudenus’ Diplom zu fotografieren! Ebenfalls eine Auszeichnung! Das Green Ideas Festival! Bitte zu entschuldigen.
Was war bloß mit mir los?
Ach ja, ich war beim Guerillafriseur im Lichthof der Angewandten. Angewandte Studenten machen sich nützlich und hübschen die Welt auf, jedenfalls die Lehrbeauftragten. Um ehrlich zu sein: Die Welt ist ja eigentlich schon schön, siehe Bild oben und bei 3 Auszeichnungen und zwei Zweiern sowieso. Aber bei den Lehrbeauftragten, da liegt ja doch manches im Argen. Stumpfe Strähnen, splissige Spitzen… Der Stegreif-Salon in der Angewandten heißt Saloniki – weil die Chefin Niki heißt. Hier im Bild Mitte.

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So endete der schöne Tag mit einer verschönerten Bloggerin! Im März gibts wieder Saloniki.

Ein kleines Lied.

18. January 2008

Manga, Manga
aus Sri Lanka
Große Augen
kleiner Mund,
das Gesicht ist kugelrund.

Heut koch ich Kartoffelsuppe
im milden Licht der Sternenschnuppe.
Mangas erfand der Wilhelm Busch
auf die Wangen kommt neuerdings mehr Rouge.

Fröhliche Weihnachten.

18. December 2007

Es ist wieder zu schnell gekommen, dieses Fest der Feste – aber die Freunde aus der Schleifmühlgasse 7 haben dennoch die Zeit gefunden, eine phantastisch schöne Weihnachtskarte zu komponieren:

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Chapeau & Copyright: Stefan Röhrle, Sebastijan Gec und Raffael.

Unsere Weihnachtskarte ist natürlich etwas unbeholfener….

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…aber wie sagt man immer so schön, wenn etwas richtig lieblos hingeschlatzt wird: sie kommt von Herzen.

Profis unter sich.

14. December 2007

Jedes Business ist empfindlich – auch meins. Sie haben keine Ahnung, wie anstrengend es ist, Zufallsproduzentin zu sein. Drucken Sie das mal auf Visitenkarten! Die meisten Leute schätzen es gar nicht, wenn man das Leben so locker nimmt.

Aber es gibt Leute, die Haben von Anfang an Vertrauen: INTERCELL! Österreichs ambitionierteste und erfolgreichste Biotech-Company! Börsennotiert und Analystendurchleuchtet.

Und dieses Jahr ist der Annual Report zufallsproduziert.
So sieht das Cover aus ….

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Und im Innenteil werden dann die Viren analysiert, z.B. hier JEV.

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Endlich im Olymp.

14. December 2007

Die Zufallsproduktionen haben ja schon von den besten Brands genascht – aber endlich gibt es eine Zufallsproduktions-Zotter-Schokolade.
Exklusiv für Andrea Scholdan von Suppito. Und zwar 2 mal!

Hier das Hochformat: Zotter1.jpg

Und weil nicht nur die Zeichnung entzückend ist, sondern auc der Text, hat alessandri-design auch noch ein schön zu lesendes Querformat produziert.

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Der graue Dolce & Gabbana – Schal.

29. November 2007

An alle: beim letzten 5-Uhr – Tee in der Schleifmühlgasse (am 15 11.) ist ein hellgrauer Schal liegengeblieben. Von Dolce& Gabana. Erst hatte ich meine Putzfrau in Verdacht. Kundry hat sie neulich in der Billa beobachtet, wo sie ausschliesslich Marken-Weine und Lindt-Schokolade einkaufte. Aber bis zum Schal reicht das Markenbewusstsein nicht. Sie sah ihn und entschied: Nein, das ist nicht meiner. “Dolce & Gabana” schrie ich, leider umsonst. Gernot wars auch nicht, der trägt nur indische No-Name-Schals. Dann hab ich Stefan gefragt, ob er einen hellgrauen Dolce & Gabana-Schal vergessen hat. “Kaschmir oder Wolle?” “Wolle”, hab ich geantwortet, denn das entsprach der Wahrheit. Mit etwa 7 gezogenen Fäden. “Schade. Bei Kaschmir hätte ich ja gesagt” gab Stefan zu, “aber Wolle….nö, das ist nicht meiner…” Nun denn: Wer hat beim letzten 5-Uhr-Tee einen hellgrauen Dolce & Gabana-Schal vergessen, etwa 4 Meter lang, stylische Enden, aber, wie gesagt, nur Merino-Wolle, mit ein paar gezogenen Fäden, gut zum Eislaufen, meint Gernot. Anfragen bitte an 0043 1 581 11 83

Hier übrigens ein Foto (® Lena v. Lapschina) vom 5-Uhr-Tee, ohne grauen Dolce & Gabbana-Schal.

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20 Jahre Okto.

22. November 2007

Endlich wieder eine nette Kampagne für unserem Lieblingskunden Okto TV.
Der kleine aufstrebende Wiener Community – Sender feiert seinen 2. Geburtstag. Man erinnert sich an die nette Okto-Einführungskampagne von DV5 und mir, “Okto eckt an”. Jetzt hieß es: 2 Jahre müssen gefeiert werden. Aber – was sind heutzutage 2 Jahre? DV5 und ich dachten: Eine gute Kampagne hält sich jedoch bei solchen Peanuts nicht auf – wir feiern gleich 20 Jahre

(Untertitel: in 18 Jahren ist es soweit)
Ja, da kommt Glamour auf.

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Das hier das 2. Plakat – das erste war für das Medien-Symposium -

und hier kommt noch der Trailer, wenn alles funktioniert.

20 Jahre Okto Trailer

Die Jahrestagung des Art Directors Club.

26. October 2007

Wieder in München. Das hätte ich nicht gedacht. Obwohl ich überhaupt nicht sozialisiert habe und eher stockfischig war: Mein Antrag wurde angenommen!

Tja jetzt kann man sinnieren, ob es sooo wichtig war, dass ich mir gewünscht hab, das nächste Ehrenmitglied müsse einmal eine Frau sein. Gab ja erst 28 männliche Ehrenmitglieder.
Eigentlich bin ich sehr gegen Quoten. Eigentlich mag ich nicht die Feministen-Arschkarte ziehen, weil – mal ehrlich, wer ist heutzutage noch gern Feminist?
Aber ich hab mich gefreut, dass ich in dem Herrenclub was ausrichten kann. Die Tragik bei den Frauen ist ja immer das mangelnde Selbstbewusstsein. Wenn Sie etwas gut gemacht haben, denken sie immer, sie müssten das nächste Mal sehr gut sein. Das gibt dann so unentspannte Falten und hindert am Feiern. Vor allem am sich-selber-feiern. Nun will ich nicht jammern, dass der Antrag so bescheiden und demütig war, sondern mal echt stolz auf mich sein. Und auf die Mädels (und Jungs) die so gut gewählt haben!

Brandneu: Das Wiener Werbe-Dogma.

17. October 2007

Schon Henry Ford beklagte sich , dass die Hälfte der Werbeausgaben für die Katz seien. Genauso wie sich die Konsumenten beklagen, dass die Hälfte der Werbung einfach öde und dumm sein.

Jedenfalls: Es wurde langsam Zeit, den Werbe-Spreu vom Werbe-Weizen zu trennen. Das Wiener Werbe-Dogma ist endlich druckreif – und hier auch zum downloaden.

cosimareif_Layout 1.pdf

Ach ja: wenn Sie Lese-Schwierigkeiten haben, schicken wir Ihnen das Wiener Werbe-Dogma gerne auch auf Papier zu: Einfach E-mail an zufall@chello.at

Das Wiener Werbe-Dogma versteht sich nicht als allgemeingültiges Regelwerk, sondern lediglich als momentane Hilfe gegen allzu schnöde Missstände. So etwa wie die 95 Thesen zu Wittenberg oder die Beschlüsse des 10. Parteitags des ZK der KPdSU….

Best of Germany.

27. September 2007

Das elegante Magazin “Architektural Digest” hat in seiner aktuellen Oktober-Ausgabe ein Ranking vorgenommen über Stil und Wert in Deutschland: Best of Germany.
Auf Platz 92: Das Brakeler Klinken-Comic von FSB, gezeichnet von der Wienerin Cosima Reif.

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Wenn Sie auf die Klinke Klicken, können Sie nachlesen, warum.
Schön geschrieben, nicht wahr?
Platz 92 ist zwar leider hinter dem Porsche 911 (Platz 80) aber immerhin weit vor der deutschen Botschaft in Washington (Platz 97)

Da sind wir aber ganz sehr stolz – vor allem, weil die Kampagne relativ wenig Media-Geld verschlingt und trotzdem den richtigen Leuten ins Auge sticht. Das grösste Lob gehört natürlich dem stilvollsten Auftraggeber Deutschlands, der Marketingabteilung von FSB, und der wunderbaren Design-Agentur Schindler Parent in Berlin, die das Projekt so liebevoll betreut und super gute Creative Direction macht.

Die 7. Pecha Kucha Nacht in Berlin.

27. September 2007

War natürlich ein voller Erfolg. Etwa 500 Zuhören waren gekommen, um dem Kampf der Rede-Gladiatoren zuzujubeln.
Zur Erinnerung: Jeder Duellant hat 20 Bilder, jedes Bild steht 20 Sekunden. Das gibt nach Adam Riese 6 min 40 sek. Aufmerksamkeit, Ruhm und Ehre.

Dank erstmal an Bernd, Jürgen, André und Hermann fürs Kommen – war fast ein Heimspiel! Und dann noch Dank an die Vor-und Nachgruppen, die die Stimmug im Saal so richtig angeheizt haben.
Mein Liebling: Die Fernseh-Türme und Tobias Leinfellner, der Internet-Archäologe. Er hat eine Methode erfunden, wie man aktuelle slicke Websites mit einem Knopfdruck auf das Grafische Niveau von 1997 bringt. Supi.

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Hier noch das letzte Bild meines Vortrags, und wer die ganze Show nachschauen will, geht auf www.pechakucha.de

Das hätte ich nicht gedacht.

19. September 2007

Heut waren wir im RaumMitLicht, der wunderbaren Galerie in der Kaiserstrasse, die Josephine galeristisch betreut. Es gab sehr konsequente Arbeiten von Nana de Bary, Fotos, die man eigentlich sehr verlockend findet, die man aber nirgendwo hintuen kann. Seltsame jedenfalls. Sie waren auch nicht betitelt (ganz schlecht, ich geh ja immer nur zum Lesen zu Kunst-Events) sondern cool durchnummeriert von one bis seventeen.

Egal, wer interessiert sich schon für Kunst, interessant sind ja immer nur die Menschen – weshalb ich diesen Blog schreibe, ist natürlich Josephine. Sie sah umwerfend aus mit so einem slicken schwarzen Hosenanzug und endlos langen Beinen. “Ja”, so ihr Kommentar auf ein kleines diesbezügliches Kompliment, “Ich als strickende Köchin schwöre natürlich auf die Plateau-Sohle!”
(Hier zeigte sie uns die neuen Schuhe)
“Niemals High Heels, die sind ja so schrecklich EINDEUTIG. Ich mag gern Bodenhaftung, und vor allem keine Eindeutigkeit.”

Ja, liebe Freunde, da haben wir wieder etwas zu denken. Während wir da mit Francesca Habsburg und Electric Indigo rumstanden, eine kleine Glamour-Dusche erhoffend, Blick steil nach unten.
Josephine führte noch an, dank ihrer nicht-eindeutigen Plateau-Sohlen hätte sie schon des öfteren nach diversen Nächten SMSe bekommen mit dem Vermerk: Das hätte ich nicht gedacht.

“Früher”, so meinte Josephine, hätte man “Rosen zugeschickt bekommen, aber heute freut einen ja schon ein SMS mit DAS HÄTTE ICH NICHT GEDACHT”.

Was will einem dieses sagen? Dass man heutzutage das Denken verlernt hat? Erst durch Schuhwerk wieder dran erinnert werden muss, mal zu denken? Oder dass man ab und zu in Galerien gehen sollte, wo die Erkenntnisse wohlfeil in Plateausohlennähe angebracht sind? Wir wissen es nicht, aber am 17. Oktober ist ja wieder eine Eröffnung.

Pecha Kucha.

17. September 2007

25.9. Berlin Moabit, Tape Club.
Herzliche Einladung zu 6 min 40 sek. über das neue Wiener Frauenbild.
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Eine Zufallsproduktion im Tape Club, Berlin.

11. September 2007

Endlich geht die Saison wieder an! zweierlei Neues:

1. Die Zufallsproduktion ist eingeladen, zum Pecha Kucha – Hype beizutragen.
Thema wird noch bekannt gegeben, Ort und Zeit stehen schon fest:

Am 25.09.07 um 21 Uhr
Im Tape Club, Heidestrasse 14, Moabit (Beim neuen schönen Hauptbahnhof)

2. GZ und ich haben die Opernsaison eröffnet mit Carmen in der Staatsoper.
Da gibt es wieder einen Kulturverlust zu beklagen. Wenn die Fabrikarbeiterinnen aus der Zigarettenfabrik kommen und von süssem Rauch singen, der gleich Liebesschwüren sich verflüchtigt, gibts weit und breit kein Rauchwölkchen. Vermutlich wird in Zeiten wie diesen die Oper umgeschrieben werden müssen. Carmen arbeitet nicht in einer Zigarettenfabrik, sondern bei Ferrero.