Das desorganisierte Verbrechen in Berlin.

Ja, Austern im Blaumann. Ein typisches Berliner Handwerker-Frühstück. Brainfood, Energie ohne Ballast. Jeder könnte denken, dem Herrn geht es gut. Doch halt! Der gute Mann wurde bestohlen. Vor vier Wochen verschwand sein guter, 20 Jahre alter Mercedes vor der Haustür. Danach kam das ganze Prozedere, Polizei, Versicherung, etc. Die Polizei machte dem Geschädigten wenig Hoffnung: Det is längst in Polen, haha. Oder in Brandenburg. Da hat eener Ersatzteile jebraucht.

Das beraubte Opfer ertränkte seinen Kummer in einem Piccolo Rotkäppchen und ging zur Tagesordnung über. Da kam doch nach 2 Wochen eine Anzeige wegen Geschwindigkeitsübertretung. Das Auto, das gestohlene, war geblitzt worden. 3 Punkte in Flensburg. Man ging wieder zur Polizei. Ja, det passiert. Nö, wie sollen wir den finden? 

Weitere 3 Tage später kam eine Anzeige wegen Falschparkens. Man begab sich wieder zur Polizei. Strafzettel, det macht et Ordnungsamt. Damit haben wir nüscht zu tun. Nach einer weiteren Woche kam ein weiteres Knöllchen wegen Falschparkens. Alle drei Straftaten (eigentlich vier) sind im selben Stadtteil passiert, in Mitte. Da wollen wir doch mal die polnische Kirche im Dorf lassen! Und man fragt sich, ob diese Exekutive noch den Namen verdient oder ob es sich um eine Ex-Exekutive handelt. Der unverfrorene Autodieb fährt seit 4 Wochen durch den Kiez , drückt heftig aufs Gas, parkt wo er will und wählt vermutlich auch noch AFD.

Zum Glück gibt’s wenigsten Austern, in Berlin.

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