Das Ungeheuer von Loch Lunz.

Die letzte Hitzewelle hat ihre Vorteile: Man fährt in die Sommerfrische. An den unheimlichsten See Österreichs: Loch Lunz. Eiskalt, gruselig und gänsehäutig. Man braucht einen ganzen Tag, bis man da herumgelunzt ist.

Oben das nach dem See benannte Ungeheuer. Man erkennt es an den Ohren. Ja, ich durfte einen Blick erhaschen. Das ist eine Sternstunde der Fotografie, denn das wollen alle. Man hat sogar eine Tribüne aufgebaut, um es besser beobachten zu können: Die Lunzer Seebühne. Hier bei Tag.

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In Hintergrund die Lunzer Berge. In Mittelgrund die Hintertüren, durch die das Ungeheuer irgendwann kommen muss. So die Legende.

Aber das Ungeheuer ist scheu. So ohne weiteres kommt es nicht. Man hat deshalb Sphärenklangmacher engagiert, um es anzulocken.

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Hier auf der Bühne das Montags-Orchester, eine erprobte Wiener Band. Sie improvisieren wie wild, und zufällig klingt es auch noch ganz gut. Sie waren am Freitag dran. Am Samstag gab es Wagner zum Quadrat, und am Sonntag dann Dudelsack.

Die Ungeheuerfeierlichkeiten heißen übrigens „MoreOhrLess“ und sind sicher eins der entspanntesten Festspiele jenseits von Salzburg. Dennoch kommt es immer wieder vor, dass ein Festivalwochenende zu Ende geht, ohne dass einer ein Foto von der legendären Seeschlange machen kann.

Diese beiden Journalisten zum Beispiel, hoch bezahlte Investigatoren der New York Times, haben es leider verpasst.

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Unter uns: Kein Wunder, wenn man mit dem Rücken zum See wartet. Da kann man ja nichts erwarten.

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