Der Steuerzahler und die Wunderkammer, 1.

Vergangenen Freitag. 1.März, waren wir zur Eröffnung der Wunderkammer der HABSBURGER eingeladen gewesen. Ins Kunsthistorische Museum Wien . Es wäre an sich super gewesen, wenn da nicht der Steuerzahler gewesen wäre.
Denn folgendes: Wir kamen schon Meilen zu spät, weil wir dachten, dann sind die Festreden endlich zu Ende. Weit gefehlt. Am Ende der Langeweile steht immer der Steuerzahler.

Der finanzielle Direktor des Kunsthistorischen Museums hielt eine lange und ausgefeilte Lobesrede auf den Steuerzahler, der all die langweilige und ausgefeilte Pracht der neuen Wunderkammer im KHM finanziert hätte.
Ob es an der langweiligen Rede oder der langweiligen Eröffnung oder am langweiligen Steuerzahler liegt, weiß man nicht. Aber:
Niemand hielt es für notwendig, bei der Erwähnung des Steuerzahlers zu applaudieren.

Worauf der finanzielle Direktor noch mehr Argumente für die Genialität des Österreichischen Steuerzahlers erfand, um endlich jemanden zum Applaus zu zwingen.
Derweil schlichen sich Österreichische Steuerzahler namens GZ (wie Gute Zeiten ) oder CR ( wie Credit Relief) heimlich nach unten, um (ohne das schöne Buffet von Herrn Bründlmayr, ganz ohne österreichischen Steuerzahler auf die Beine gestellt, zu goutieren) ja, um die Wunderkammer zu bewundern. Hier das erste beeindruckende Wunderwerk:

Vergaenglichkeit

Vergänglichkeit. 3 Figuren. Aus einem Holzstock geschnitzt und überzeugend koloriert. Aus dem 16. Jahrhundert. Vermutlich eine Allegorie auf die Vergänglichkeit des Steuerzahlers.

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