Die 3. Innereien-Offensive…

… muss leider ohne alles Bildmaterial auskommen. Bries ! Kalbsbries ! war die Devise am 3. Mai und leider hab ich nach dem Sacherkochbuch operiert, so dass keinerlei Zeit zum Fotografieren blieb.

Innereien, so sagt man, sind „Arme-Leute-Essen“. Einerseits. Andererseits ist es auch etwas für Kenner und Connaisseure, wie man auf Global-Niveau so sagt. Kalbsbries, die Thymusdrüse des Rinder-Kindes, ist sicherlich das Nonplusultra der Innereien-Freaks. Ich hab also erstmal recherchiert.

Beim Radatz kostet das Kilo 23.- Euro. Danach ging ich zu Julius Meinl am Graben, da kostet das Bries 30.- Eulen.
Dann ging ich zum Supermarkt meines Vertrauens (Der Sparmarkt in der Salesianergasse) und da kostet das Bries 12,95 pro Kilo.

3 mal dürft ihr raten, wo ich bestellt hab ( bei allen Lieferanten dauert Bries 2 Tage. Das ist natürlich zu berücksichtigen.)

Jedenfalls, das Sacherkochbuch empfahl 24 Stunden wässern und danach 2 mal kochen, 20 min.
Grundfalsch. Nie wieder. Das Bries war hart wie das genmanipulierte Huhn, das man heutzutage so kriegt, und ich hätte es machen sollen wie Opa: frisches Bries in Butterpfanne werfen, kleingehackte Zwiebel dazu, Salz und Pfeffer aus der Mühle. Großartig! Man kriegt ein bisserl Gicht danach, aber das kann man verschmerzen.

Verpasste Chance. Ich steinhartes Bries in Scheiben schneiden und panieren und wie Schnitzel braten. Gäste tun entzückt (weil wenn man eingeladen, macht man das so )
In Wirklichkeit Debakel. Und keine Zeit, die entzückenden Gäste zu fotografieren….

Aber- auch die Innereien-Offensive , so ernst sie sich nimmt, ist ja nur ein Vorwand. Man lädt ja nicht ein wegen des Essens. Sondern nur wegen des Gesprächs.

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