Die deutsche Wahlparty in Wien…

… fand traditionell im Herlitschka, Traungasse 1, Wien 30 statt. Anwesend waren 3 Briefwähler, die aufgrund ihres vorgerückten Alters, fast schon Senats-Alters, sich ihre Gedanken machten.

JM: Ich find das gut, dass die SPD in die Opposition rückt. Ich komm aus einer SPD-Familie und hab die seit Jahr und Tag nicht mehr gewählt. Ich würde ja gerne, aber die müssen sich erstmal sammeln.

JN: Ich hab immer SPD gewählt, aber diesmal Linke. Sarah Wagenknecht. Ich find die toll. Ich komm ja aus der DDR, und wenn wir statt Honnecker die gehabt hätten, wäre das 1990 anders gelaufen.

Ich: Als Ex-Kommunist hab ich Mutti gewählt. Im Oktober 2015 war sie linker als links. Wir schaffen das, der große Kommunismus, alle Flüchtlinge bekommen ein Obdach. Und ich hab nachvollzogen, dass sie im Wahlkampf nach rechts zurückgerudert ist. Die CSU/CDU hat schließlich immer die Nazis integriert und absorbiert. Das geht mit Mutti nicht, die ist antifaschistisch. Deshalb gibts die AFD.

JM: Ich mag wirtschaften, und ich mag reich werden. Ich hab jahrelang FDP gewählt, aber jetzt hat mir der Wahlomat empfohlen, Grün zu wählen. Weil, unter uns: ich bin für sozialen Wohnungsbau. Ich bin dafür, dass Steuergelder für soziale Anliegen verwendet werden.

Ich: Scheiße Grün! Einstens haben sie die Agrikultur -Kultur retten wollen, gutes Leben, für Bauern und Tiere und Felder und Konsumenten. Jetzt kann man dank Grünen nicht mal mehr Bio-Tabak in der EU anpflanzen. Wo sind wir da?

JN: Es läuft wohl auf schwarz-grün-gelb hinaus, und die sind anscheinend unvereinbar.

JM: Cem Özdemir von den Grünen wäre wohl ein recht kompetenter Außenminister. Der Erdogan würde dahinschmelzen, sich endlich verstanden fühlen  und alle Inhaftierten freilassen. Und Putin würde der Kanzlerin unglaublich viele Zugeständnisse machen, damit sie die Sanktionen zurücknimmt und die FPD zufrieden ist…

(Kurzum, wir sind sehr deutsch und sehr rational, aber alles läuft noch sehr demokratisch ab. Ein Etappensieg)

 

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