Die Frau Merkel.

Die Frau Merkel bekommt Post von mir. Heute hab ich ihr einen Beschwerdebrief geschrieben.
Einen gesalzenen und gepfefferten.

Wahl

Es ist nicht so, dass ich prinzipiell etwas gegen Frau Merkel hätte. Angie macht das alles recht cool. Erstens Naturwissenschaftlerin. Sie ist intelligent und hat irgendwie eine Ahnung von Ursache und Wirkung, die ich leider nicht hab. Zweitens Frau, und deshalb angenehm dank einer subtileren Eitelkeit. Und drittens: die Blazer sind echt toll. Ein Regenbogen.

Trotzdem hab ich versucht, der Frau Merkel in meinem Brief (siehe oben) zu vermitteln, dass es auch mal was anderes geben muss als ihre Lichtgestalt. Es wird wenig nützen, aber einer muss ja mal anfangen.

(Also aufgewachsen mit 16 Jahre Helmut Kohl, da muss man ja vorbeugen, dass es nicht zu 16 Jahren Angela Merkel kommt. Die Leute, die um 2000 geboren sind, kennen ja nix anderes. Die denken vielleicht sonst, sie leben in einer Diktatur, so wie ich damals unter Helmut Kohl.)

Also Angie, nehme es nicht persönlich. Wir Deutschen denken gerne dialektisch. Das kommt von Hegel. Wenn es das eine gibt, erfinden wir gleich das andere. Wie Gott und Teufel eben. Gut und Böse, Sicherheit und Abenteuer, Elmex und Aronal.

Und außerdem: wer weiß, ob ich den Briefwahlfragebogen korrekt ausgefüllt habe? Gibt es eigentlich eine Statistik, wieviel Prozent aller Briefwahlunterlagen gültig sind, bei den vielen Dingen, die man da beachten muss?
Also nix für ungut, Angie.

(Und wie froh ich bin, dass ich nicht in Österreich wählen muss, bei dieser Kandidaten-Revue, die an frisch frisierte Zirkuspferde erinnert. Das muss auch einmal gesagt werden.)

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