Die aktuelle Gourmet-Kritik.

Er ist hart. Er ist quasi unzerstörbar. Wenn es gelingt, ihn zu knacken, braucht man 3 Liter Wasser, um seine mehligen Krümel die Speiseröhre hinunter zu eskortieren. So sehr wehrt sich jedes Körperteil dagegen, mit ihm in Kontakt zu geraten. Jaaaa, Mesdames & Messieurs, hier ist er wieder. Österreichs Antwort auf Belgische Pralinen.

Der Weihnachtskeks.

Natürlich selbstgebacken. Ordentliche Bäckereien geben Weichspüler hinein, damit der Keks eßbar wird, um den Umsatz zu fördern, natürlich. Der Selbstbäcker , in unserem Falle die Selbstbäckerin Frl. Kundry, hat jedoch kein Interesse daran, dass der Keks so schnell gegessen wird.
Da müsste Sie ja dauernd erneut im Mehl wühlen.

Wer will das schon ?
Der Weihnachtskeks muss ja mindestens bis zum 4. Advent halten. Da gibt es eine wunderbare Haltbarkeitsformel, 3fache Mehlmenge zu 1/2 facher Buttermenge, bloß kein Gewürz wie Zimt, Kardamon oder Vanille. Diese Aromen würden dem um den Adventskranz versammeltem Volk das Wasser im Munde zusammenlaufen lassen. Dann wird unweigerlich zugegriffen. Und die Keksdose hat ihr Ziel verfehlt, Bauwerke für die Ewigkeit zu enthalten.

Apropos Bauwerke für die Ewigkeit:

Der Reifsche Haushalt enthält ein in Österreich wohl einzigartiges Unikat:
Die Keks-Ausstechform „Brandenburger Tor“.
Die Säulen brechen natürlich leicht ab, das liegt am Marmor-Mehl. Was so aussieht wie eine angekokelte Futterrübe, soll eine Erdbeere darstellen und der halbe Stern darunter soll ein Igel sein. Das Auge ißt bekanntlich mit – die Vorstellung, einen Igel zu kauen, lässt also gleich die Hand zurückzucken. Im Sinne der Haltbarkeitsverlängerung keine schlechte Idee.

Brandenburger

Hier noch einmal die Keks-Ausstechform „Brandenburger Tor“, ein deutsches Qualitätserzeugnis.
Was wir nach Weihnachten mit den Keksen machen, ist noch nicht sicher. Vielleicht füttern wir die Enten im Stadtpark damit. Und geben damit den Startschuss für einen der längsten Tierschützerprozesse Wiens. Mal sehen. Einen schönen Advent Euch allen.

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