Was hab ich für ein lerchenaurisches Glück.

Die Firma Culturall hat mir einfach so eine Karte für den Rosenkavalier geschenkt. In der Staatsoper.
Der aufmerksame Leser weiß, dass die Staatsoper ihre Schrecken verloren hat, seit Franz „Worse than most“ nicht mehr mit dem Taktstock fuchtelt. Nein, Kyrill Petrenko stand vor den Phillies, und er machte seine Sache erwartungsgemäß großartig.

Das Publikum war auch äußerst dankbar, man konnte nicht entscheiden, wer mehr Applaus bekam: Die Marschallin, Octavian, der Ochs von Lerchenau oder der Dirigent. „Bravi, Bravi“ schallte es durch die Staatsoper. Eine junge Dame hinter mir meinte, der Rosenkavalier sei doch sicher die schönste Oper der Welt. Natürlich – für eine 19-jährige muss das wohl so sein, für unsereins im besten Marschallinnen-Alter ist es sicherlich härterer Tobak. Wenn die große Frau im ersten Akt über die Zeit sinniert, wie sie in uns fließt und uns in den Schläfen pocht, wo wir doch eigentlich noch dieselben sind wie mit 19… so bisstersüß und zum Weinen. Danke, liebe Firma Culturall, ür das großzügige Geschenk, 13 Reihe Parkett. Ein Platz, von dem aus die Elemente des Orchesters sehr differenziert wahrzunehmen sind, Hörner separieren sich von den Streichern, das Schlagwerk isoliert sich – großartig. Ein ganz besonderes Hör-Erlebnis.

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