Hopeless über dem Zaun hängen.

Pfingsten ist ein schwer zu verstehendes Fest. Es bedeutet irgendwie „Aussendung des Heiligen Geistes“ und das lässt natürlich viele Fragen offen. Und viele Interpretationsmöglichkeiten zu.

Deshalb beginnen wir mit dem Ende. Das Ende ist zwangsläufig, und wenn man sich Mühe gibt, ist es sogar schön. Wir hatten uns an Pfingsten selbst ausgesendet und einen Ausflug gemacht, der im schönen Bamberg endete.
Hier ein marmorner Memento-Mori-Bote in der Michelskirche.

Ungereimt wie Pfingsten ist auch die Assoziationskette dieses Blog-Beitrags, die Aussendung begann am Pfingstfreitag in Salzburg. Wir sollten einen neuen Wein aus der Taufe heben, den Paris-Lodron-Zwinger 2010, und eilten zur blauen Gans, Salzburgs ambitioniertestem Hotel. Begrüßten Illustre Gäste und eloquente Politikerinnen. Salzburg ist wunderbar.

Vor allem der Friedhof St. Peter. Hier haben die Bäuerinnen noch Weibliche Nachnamen, wie die Russinnen. Die Frau von Sebastian Stumpfögger ist die Maria Stumfpöggerin. Wunderschöne Grabmale gibt es in St. Peter, unter anderem soll es das lustigste Grab Österreichs geben, das Grab der 7 zu Tode Gekitzelten.

Nach Salzburg sendeten wir uns weiter aus, nach Höfles. In Oberfranken. Ich gab mir redliche Mühe, den Wienern Oberfrankens Schönheit nahe zu bringen, aber G. konnte sich den Namen „Höfles“ nicht merken und sagte immer „Hopeless“, hoffnungslos.

Und C. bemerkte beim Spazierengehen, sie möchte hier nicht tot über dem Zaun hängen. Nun, wenn der heilige Geist ausgesendet ist, sollte man nicht jedes Wort auf die Goldwaage legen.

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