Ich vermiete jetzt meine Ohren.

Neulich beim Campari Soda haben wir ein bisschen rumgeblödelt. Campari Sodomie und so. Bitterstoffe machen lustig. Leider musste ich dann nach Hause, Facebooken. Die Werbung ist leider so bieder geworden, seit die Hälfte der weltweiten Werbegelder in dieses Groschengrab fließt. Katzenbilder statt Sex. Alles ist betulich, protestantisch, hausfrauengerecht und dazu noch schrecklich klein.

Deshalb hab ich beschlossen, Ohren-Werbung zu machen. Ein origineller Mensch mit Campari Soda-Kronkorken auf den Ohren, der viel unter Leute kommt und dabei gutgelaunt ins Gläschen schaut, ist doch aufregender als jeder geklonte Influencer. Ja, die Influencer, dauernd klonen sie sich selbst und machen neue Blogs auf und followern sich gegenseitig, eine einzige inzestuöse Suppe schwappt da vor uns herum. Einen Brand, eine WELTMARKE wie Campari kann man jedenfalls nicht damit aufbauen.

Also flugs Franzis Heißklebe-Pistole besorgt und besagte Ohrstecker gebastelt. Die Camparis trage ich natürlich gratis, das putzt ungemein, sogar die Dame an der Bille-Kasse hat mir ein Kompliment geschenkt. Das Foto oben ist natürlich auch von Franzi Helmreich. Ich denke, ich könnte das ausweiten. Ich könnte mir auch die Weltmarke Ottakringer ins Ohr stecken. Oder die Weltmarke Fentimans. Würde ich tun. So für ein Mittags-Sushi, 10 – 12 Euro am Tag.

Übrigens würde ich auch Campari-Ohrstecker verkaufen, für 10 Campari Soda Päckchen. Wenden Sie sich vertrauensvoll an die Zufallsproduktion.

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