Illuminati in Schloss Beesenstedt.

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Da meine 3 treuen Leser schon lange auf den Beesenstedt – Blog warten, will ich nun endlich versuchen, das flüchtige, das eigentlich Unbeschreibliche zu erfassen.

Welch aussichtsloses Unterfangen, den Zauber dieser Tage einzufangen. Ich darf mich schon von vornherein als gescheitert sehen.
Wie ich neulich feststellen musste, hat der schöne Satz „ICH LIEBE DICH“ eine Halbwertszeit, gegenüber der sich die Halbwertszeit von Cäsium als größere Ewigkeit anfühlt. Dennoch ist dem Moment, wo man ihn ausspricht, diesen Satz, eine Nanosekunde absoluten Glücks vorausgegangen, die es notwendig machte, diese in der Nanosekunde empfundenen Gefühle Worte und Wahrheit werden zu lassen. Ob mir das bei Beesenstedt gelingt, da bin ich mir nicht so sicher.

Also, wir trafen uns vorletztes Wochenende in Sachsen-Anhalt, bei Wettin, in Schloss Beesenstedt. Weiß jemand, wo der Besen steht? In Beesenstedt.
Er wir dort eigentlich gar nicht gebraucht, denn man schätzt dort eher den zivilisierten Umgang mit dem 2. Hauptsatz der Thermodynamik, welcher da lautet: Entropie ist überall. Warum sich ihr entgegenstemmen?

Statt dem Besen regiert in Beesenstedt die Schönheit und das Lustprinzip. Ich durfte das allerschönste Zimmer dort beziehen, die blutrote Bibliothek, wo die Marquis-de-Sade-Gesamtausgabe dezent hinter Stalins gesammelten Werken
hervorlugt. Die Bibliothek war zugänglich durch den blauen Salon, in dem hier der Schlossherr und sein Illuminator sitzen.

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Der Blaue Salon war im 19. Jahrhundert die konspirative Geheimzelle von Beesenstedt, es trefen sich dort nämlich die Freimaurer, um das Licht der Aufklärung und der Weisheit zu verbreiten. Darum kümmert sich in Beesenstedt nun der Schlossherr mit seiner elfengleichen Schlossherrin, ferner allerlei Lichtgestalten.

Hier noch einmal der blaue Salon bei Tageslicht. Gott ist auch kein allzu schlechter Einleuchter.

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Hier saßen wir Tage und Nächte, wenn wir nicht in der Kirschenplantage lustwandelten. Denn im Schloss tobte die Hochzeit von Axel und Nina, und wir waren eigentlich nicht so wirklich eingeladen. Wir waren so extraordinary guests . Dennoch standen JM und ich um 4 Uhr morgens auf, um zum Rave in den Schwitters-Club zu gehen, wo wir dann bis 7 Uhr durchtanzten. Es war allzu schön. Hoch lebe Eleganz und Dekadenz und hoffentlich treffen wir uns bald mal wieder in Beesenstedt.

 

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