Nur wer der Liebe Macht entsagt, nur wer der Liebe Lust verjagt….

… der geht in die Arbeiterkammer, ins Arbeiterkammertheater Akzent…. (Spaß beiseite, es war super )

Mein erstes Highlight auf den Festwochen. Vermutlich auch das letzte.
Es gab eine Kresnick-Marthalersche Variation von Wagners Rheingold, und da sie KEINE OPERNSÄNGER, keine REGIEGRÖSSE, keinen DRAMATURGEN und vor allem KEIN ORCHESTER und KEINEN STAR-Dirigenten hatten, war es ein wundervoller Abend.

Hier von links nach rechts: Wellgunde, Wotan und Fricka.

Summend, nur auf die menschliche Stimme sich verlassend, intonisierten sie die Streicher und Bläser, die Frauen die Geigen und Trompeten, die Männer die Bratschen, Bässe und Hörner, so wurde einem die schreckliche Geschichte vom Ring des Nibelungen wieder einmal näher gebracht. Eindeutig zugunsten des Textes. Wer ihn hat, den plage die Sorge, wer ihn nicht hat, den zehre der Neid.

Peter Marton, der Regisseur unter Marthaler-Einfluss, ist natürlich noch viel zu jung, um das alles uns Alten aufzubereiten….
, aber dass er Wagners Rheingold überhaupt einmal angefasst hat, uns das Fluch-Motiv, das Ordnungs-Motiv, das Rheintöchter & das Walhall-Motiv in dieser sparsamen Konzentration gegeben hat, dafür applaudierten wir ohne Ende. Rheingold, Ende Nie.

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