Party Time? Frag Stefan.

Ausgehen lohnt sich nicht immer, zumal in der lahmen Zeit bis zum Frühling. Neulich z.B. gingen wir ins Burgtheater,  „Party Time“von Harold Pinter. Die Quintessenz des Stückes ist, dass Gespräche auf Partys dümmlich sind. Nun ja, liebes Burgtheater, irgendwie wussten wir das schon vorher.

Übrigens Hut ab vor der Ensemble-Leistung. Regie, Dramaturgie, Bühnenbild und Kostüm haben alle Stückerln gespielt. Aber der Text? Ratlos. Ich frag S., der fand den Text „Dünnlinch“. Wo er recht hat, hat er recht. Zum Glück gibt es eine Alternative zum Ausgehen: Zuhause bleiben. Nach dem BT waren wir bei M zum Pfefferminztee und bewunderten sein schönes Zuhause. Jeder hat ein schönes Zuhause, aber wenn man seine Brille aufsetzt, fällt einem doch der eine oder andere Fehler auf. Hier ein Kratzer, dort ein Fleck, hier ein reparaturbedürftiges Möbelstück. Ein Zuhause, das ist wie ein Versuchsfeld des 2. Hauptsatzes der Thermodynamik: Alles strebt der Auflösung zu.

Ich hab der Entropie schon ein gehöriges Gewicht entgegengestemmt, derweil ich mir einen Saug-Roboter angeschafft habe. Er wuselt über die Teppiche und macht Geräusche wie R2D2.
Vor allem, wenn er sich in den Teppichfransen verheddert. Ich erzählte lang und breit davon. S. hingegen von seinem Lieblings-Steckenpferd WEGSCHMEISSEN und von seiner Lieblings-Website „Frag Mutti“. Hier die Quintessenz: Rotwein auf dem Teppich? Glasreiniger. Verstopftes Waschbecken? 1,5 ltr. Cola reingießen, über Nacht einwirken lassen. Mutti empfiehlt das Original aus Atlanta, Georgia. Blut auf Textil? Aspirin im kalten Wasser auflösen, dann auf den Fleck. Kukident Gebissreiniger wird mit Flecken im Klo fertig und abstauben und reinigen tut man am besten mit Baby-Popo-Tüchern vom Hofer.

Also wenn Sie uns fragen: Zuhause bleiben und schon mal mit dem Frühjahrsputz beginnen.

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