Geheimes Verlangen und offene Fragen.

Ein neuer Porno-Film im Kino, 50 Schatten Grau. Verständlich.

Also, Porno geht immer, das kennen wir aus Marketing-Kreisen. Wenn sogar Drogen unter Absatz-Problemen leiden (wir sind überaltert und können nicht mehr so mithalten bei Wein & Ko ) Porno findet überall seine Abnehmer.

Aber die 50 Shakes of Grey kann man sich als Konsument echt sparen. Laut Lieblingszeitung Heute ist der Film alles andere als fesselnd. Was nun?

Lustfördernder Weise ist gerade der neue Krimi von Rupert Schöttle erschienen: der Querbrater.

Ja, es handelt sich um Mord im Umfeld einer Seitensprung-Agentur. Online-Dating-Services und Single-Börsen sind an sich schon ein Abgrund des sexuellen Notstandes. Hier werden sie außerdem noch lebensgefährlich.

Schöttles Krimi – eigentlich ist es weniger ein Krimi, als denn ein Roman über die Angst vor und die Lust an Grenzüberschreitungen – ist diesbezüglich eine wirkliche Bereicherung für Lustgewinnler.

Zum Beispiel gibt es mindestens 50 Synonyme für Geschlechtsverkehr. Von niedlich über salonfähig bis zu schauderhaft unkontrolliert wollüstig findet man Seite für Seite erotomanische Wortschätze. Endlich wieder ein Trading-up der Sexualität.

Für einen gelungenen Valentinstag empfehle ich deshalb: Holen Sie sich den Querbrater und setzen Sie sich dann gemütlich in ein Caféhaus. Ein einschlägig querbraterisches. Ein weißer Martini auf Eis dazu, und dann das Buch so lesen, das jeder den Titel sieht. Vor allem der Oberkellner. Dann wird schon was passieren.

50 Shades of Frivolität sind bestimmt drin.

Und Sie ersparen sich die 50 grauenhaft grauen Abgründe der Online-Dating-Agenturen.

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