Burgis Paier und ihr großes Welttheater.

Naht ihr euch wieder, schwankende Gestalten… nun, man ist ja immer Teil eines großen Welttheaters. Das Stück, was momentan in unserer Welt aufgeführt wird – ist es eine Farce? Ein Schwank? Eine Posse? Vielleicht sogar eine Komödie? Eine Gulag-Oper? Lasst alle Hoffnung fahren, aber spielt mit? Und wie krieg ich jetzt die Kurve zu Burgis Paier? Vielleicht mit einem Bild.

Dichter dran am Dichter.

Die in Österreich und Italien lebende Künstlerin hat in der Stadtgalerie Klagenfurt derzeit eine Ausstellung inszeniert, die man leider nicht besuchen kann. Mit 300 Figuren, Künstlern und Wissenschaftlern, illustriert sie ihren Makrokosmos. Die große Weite des Denkens, des Mit-Denkens mit den Meistern, die verschlungenen Wege, wie man sich prägt oder geprägt wird – durch ein Buch, einen Film, ein Theaterstück. Die Figuren fließen in Frau Paiers Adern – und vielleicht musste sie das einmal aufs Tableau bringen, um sich der geliebten Einflüsse zu versichern.

Die assoziative Bühne ergreift uns alle. Das sind die Wurzeln, all die geistigen Väter und Mütter, versammelt, gruppiert, interpretiert. Doch leider ist sie, wie gesagt, shut down. In unserem Elend darf uns die Kunst nicht weiter helfen. Der einzige Trost – man kann Philip Booms Buch über das große Welttheater lesen oder Wein trinken. Und das auch noch alleine.

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