Lichtenfels: Hoffnungsschimmer in der Banken-Krise.

Lifgroß

 

 

In unregelmäßigen, ja fast schon zufälligen Abständen berichten wir hier immer wieder von der europäischen Banken-Krise. Jetzt gibt es endlich mal ein Aufatmen. Erstens ist der unbedarfte österreichische Finanzminister zurückgetreten – es kann fiskalisch nur besser werden. Und zweitens haben wir dieses funkelnagelneue Luxus-Exemplar einer Bank im oberfränkischen Lichtenfels gefunden.

Lichtenfels, ich danke Dir.

Überall, in Wien, Hamburg und Berlin bemerken wir eine Verödung der Banken-Landschaft. Aber hier wurde geflochten, gestylt, designt. Und voll im Zeitgeist: die unschönen Fahrrad-Ständer, die mittlerweile unsere Städte verzinken, werden hier im Unterbau leicht ironisch zitiert und somit ad absurdum geführt.

Eine Bank, die reiche Erträge bringen wird: 1000de glückliche Flaneure finden ein Plätzchen. Nicht grad an der Sonne, die Sonnenstunden in Lichtenfels halten sich in Grenzen, aber neben einer Info-Tafel.

Da erfährt man, dass Lichtenfels einst das Zentrum der deutschen Korbflechterei war, vor der Erfindung des Plastikbeutels. Um 1850 kamen jährlich 1.400 Tonnen Weidenruten mit der Bahn nach Lichtenfels, aus Frankreich, Polen und Lettland. Hier wurden sie zu Körben geflochten und flugs ging’s mit der Bahn wieder weg. Nach Frankreich, Polen oder sonstwo hin.

Deshalb das Flechtwerk der Bank. Ich werde dem Lichtenfelser Bürgermeister schreiben, dass er der Stadt Wien ein paar Exemplare verkauft. Diese Bank – und ein fähiger neuer Finanzminister – und die wirtschaftliche Blüte wird über uns kommen wie eine Naturgewalt.

 

 

 

 

 

 

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